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Hybrid-Bus im Einsatz

TRD Reisen

DORTMUND Als nach eigenen Angaben erstes privates Busunternehmen in NRW setzt TRD-Reisen einen umweltfreundlichen Hybridbus im Linienverkehr ein.

von Von Bettina Kiwitt

, 01.08.2010
Hybrid-Bus im Einsatz

Anja Fischer in ihrem ersten Hybridbus.

Rückblick: Im Jahr 2008 schossen die Dieselpreise in die Höhe. „Habe ich in der einen Woche noch 30.000 Euro für Diesel gezahlt, waren es zwei Wochen später schon 4000 Euro, nach weitere zwei Wochen noch mal 4000 Euro mehr“, erinnert sich Anja Fischer, Geschäftsführerin von TRD Reisen. „Wenn das so weitergeht, sind wir morgen pleite“, habe sie damals gedacht. Da kam ihr das Forschungsprojekt „Hybridbus-Einsatz im VRR“ gerade recht. Gemeinsam mit dem Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen und dem TÜV Nord werden dabei umfangreiche Messungen an den Fahrzeugen durchgeführt. 

Dabei werden etwa der Kraftstoffverbrauch, Schadstoffausstoß genauso wie Lärmemissionen umfassend ermittelt. „Wir sind als einziges privates Busunternehmen übrig geblieben ist“, so die 46-Jährige. Für den Volvo 7700 Hybrid hat sich die Unternehmerin zwischenzeitlich entschieden. Rund 300.000 Euro kostet das Gefährt, die Anschaffung wird zu 85% gefördert. Der Bus kommt ab nächster Woche auf der Linie 453 zwischen der Bergmeisterstraße in Schüren und der Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt zum Einsatz. Eine Strecke, auf der viel gebremst werden muss, was vorteilhaft ist.

Der Bus verfügt über einen Parallelhybridantrieb, der einen Diesel- mit einem Elektromotor kombiniert. Dabei wird beim Bremsen anfallende Verzögerungsenergie zum Laden der Batterie genutzt, die dann beim Anfahren und Beschleunigen den Elektromotor antreibt. „Der Bus surrt nur,“ so Busfahrer Martin Stellmacher.

„Das ist sehr angenehm, nur mancher denkt, man hätte den Bus abgewürgt.“ Blinde könnten sich nur schwer am Geräusch orientieren. Bis zu 30% weniger Kraftstoffverbrauch und 50% weniger Schadstoffausstoß verspricht diese Technologie. „Aber die können uns ja viel erzählen“, setzt Anja Fischer lieber auf den Test in der Praxis. Am 30. Juni 2011 ist er beendet. Anja Fischer: „Der Einsatz des Busses ist eine große Herausforderung, bietet aber gleichzeitig die Chance, die umweltfreundliche Zukunft des Linienverkehrs mitzugestalten.“

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