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In Hörde soll bald Gemüse an Hauswänden wachsen

Pilotprojekt "Urbane Landwirtschaft"

Aus Hörde soll so etwas wie ein Stadtteil zum Vernaschen werden. Auf Dächern, in Gärten, zwischen Gebäuden und an Hauswänden soll Gesundes und Vitaminreiches wachsen. "Stadtökologie - Urbane Landwirtschaft" heißt das Projekt, bei dem jeder Hörder mitgärtnern darf. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

DORTMUND

, 25.11.2015
In Hörde soll bald Gemüse an Hauswänden wachsen

So sieht Urban Gardening in Perfektion aus. Hier im Prinzessinnengarten in Berlin

Wer hat das Pilotprojekt in die Wege geleitet?

Der Verwaltungsvorstand hat es in seiner Sitzung am Dienstag eingestielt. Die Idee des urbanen Gärtnerns soll zwar zunächst in großem Stil in Hörde, bei Erfolg aber auch in der ganzen Stadt wachsen.

Was genau und wo soll gepflanzt werden?

Obst, Gemüse und Kräuter sollen in Gärten, auf Grünflächen, zwischen den Gebäuden und auf Restarealen, an Hauswänden und auf Dächern gedeihen. Klassisch im Gemüsebeet und als Spalierobst, mobil in Kisten und Säcken. Auch in Gewächshäusern auf Dächern könnte es pflanzlich hoch hergehen.

Wer soll pflanzen und gärtnern?

Alle Hörder sind aufgefordert, bei der gelebten Nachhaltigkeit mitzumachen und mit dem Anbau von Bohnen und Brokkoli, Salat und Spinat, Kartoffeln und Kürbissen ihre Haushaltskasse zu entlasten. „Wir wollen die Menschen begeistern, daran mitzuwirken“, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde.

Verfolgt die Verwaltungsspitze mit dem Projekt noch weitere Ziele?

Ja, sie will erproben, ob sich so auch für den lokalen Markt Vitaminreiches produzieren oder sonst wie Wachstum generieren lässt. So reift aktuell beim Beschäftigungsträger Grünbau ein Projekt, bei dem Langzeitarbeitslose künftig für den Bedarf der Dortmunder Tafel ackern.

Mit dem Projekt werden die Themen Ökologie, Klimaschutz, Beschäftigungsprojekte, lokale Wirtschaft, Armutsbekämpfung, Freizeitverhalten, gute Nachbarschaft, Gesundheit und Ernährung angesprochen.

Gibt es nicht bereits erste Ansätze von Urbaner Landwirtschaft in Dortmund?

Ja, Urbane Landwirtschaft ist in Dortmund kein Neuland. Neben dem Gärtnern in der Baulücke oder in der Baumscheibe, in den Kleingärten oder auf Grabeland gibt es bereits Erfahrungen, auf die das Pilotvorhaben zurückgreifen kann.

So hat das Projekt „Querbeet Hörde. Ernte deine Stadt“ bereits 2013 und 2014 mit einem Team aus der Technischen Universität (TU) Dortmund, dem Verein Urbanisten und dem Planungsbüro Plan-Lokal das städtische Gärtnern Bewohnern in Hörde und im Union-Viertel nahe gebracht. Der Gemeinschaftsgarten Schallacker im ehemaligen Hörder Freibad ist ein dauerhaft sichtbares Zeichen.

Was kostet das Projekt?

850.000 Euro über mehrere Jahre gestreckt wird das Projekt „Stadtökologie – Urbane Landwirtschaft“ kosten, finanziert von Bund, Land und Stadt. Nationale und internationale Erfahrungen sollen in die Umsetzung einfließen.

Wie kann man mitmachen?

Noch steckt das Projekt in der Planungsphase. Doch wer jetzt schon mitmachen will oder sich weiter informieren möchte, sollte sich an die Hörder Stadtteilagentur wenden, Alfred-Trappen-Straße 18, Telefon 0231 2220 2313, und am Heedbrink 29, Telefon 0231 2220 2314.

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