Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

In der Nordstadt sollen in den kommenden Jahren zwei neue Grundschulen entstehen

Nordstadt

Der Schulraum in der Nordstadt wird knapp. Daher will die Stadt Dortmund zwei neue Grundschulen errichten. Bis es soweit ist, wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern.

Nordstadt

, 18.07.2018
In der Nordstadt sollen in den kommenden Jahren zwei neue Grundschulen entstehen

Die alte Anne-Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße soll im kommenden Jahr abgerissen werden. Dadurch wird viel Raum frei. Auf dem Grundstück soll in den kommenden Jahren eine neue Schule entstehen. © Oliver Schaper

Die Schullandschaft in der Nordstadt wird sich in den kommenden Jahren verändern. An der Burgholzstraße und an der Stahlwerkstraße soll jeweils eine neue Grundschule entstehen. „Die Schulen und die Infrastruktur geraten unter Druck“, sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne im Rathaus. Daher reagiert die Stadt nun.

Besonderer Schwerpunkt der Bevölkerungszunahme

Dortmund habe Sierau zufolge in den vergangenen Jahren eine Bevölkerungszunahme erlebt, sei es durch gesteigerte Attraktivität für Arbeitnehmer und Studenten oder den Zuzug geflüchteter Menschen.

Und weil vor allem die Nordstadt als jüngster und am dichtesten besiedelter Stadtbezirk diese Zuwanderung zu spüren bekommt, macht sich das besonders an den Grundschulen in diesem Bereich bemerkbar. „Wir setzen hier nun einen speziellen Schwerpunkt“, so Sierau.

Eine neue Schule wäre schon jetzt direkt voll

Schon jetzt könne die Nordstadt eine neue Grundschule komplett füllen, sagte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger am Dienstag. Derzeit sind im Stadtbezirk 16 Klassen an vier Standorten in Containern untergebracht.

In der Nordstadt sollen in den kommenden Jahren zwei neue Grundschulen entstehen

Schulverwaltungsamtsleiterin Martina Raddatz-Nowack (v.l.), Schuldezernentin Daniela Schneckenburger, Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Liegenschaftsamtsleiter Thomas Ellerkamp verkünden die Schulpläne im Rathaus. © Michael Nickel

Geht man nun von einer in der Regel vierzügigen Grundschule mit vier Jahrgängen aus, geht diese Rechnung problemlos auf. Doch bei dieser Rechnung bleibt es nicht. Denn die Zahlen an Erstklässlern werden weiter steigen, sagte Sierau. Und damit wächst auch der Bedarf an Schulplätzen – und entsprechenden Räumen.

Ohnehin geplanter Neubau soll für Entlastung sorgen

„Wir befinden uns in einem ständigen Planungsprozess“, erklärte Daniela Schneckenburger. Und dafür hat die Stadt Dortmund in einem Projektteam die Fachbereiche Schule und Liegenschaften vereint, um gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.

So soll zum einen der schon seit Längerem geplante Neubau der Lessing-Grundschule am Sunderweg für Entlastung sorgen. In deren alten Räumen an der Geneisenaustraße soll eine Kita einziehen, wie Liegenschaftsamtsleiter Thomas Ellerkamp erklärte.

15.000 Quadratmeter Fläche werden frei

An der Stahlwerkstraße und der Burgholzstraße sollen zwei neue Grundschulen entstehen. Das eine Gebäude soll dort neu gebaut werden, wo derzeit ein Teil der Anne-Frank-Gesamtschule steht. Der wird im kommenden Jahr abgerissen, wodurch an der Burgholzstraße eine Fläche von 15.000 Quadratmetern frei wird.

Die zweite Schule soll auf einer Freifläche an der Ecke Stahlwerkstraße/Dürener Straße wachsen. Bis die beiden Schulen den Betrieb aufnehmen, wird aber noch viel Zeit vergehen. Oberbürgermeister Sierau hofft angesichts aufwendiger Planungsschritte auf einen Start im Jahr 2023. Die Lessing-Grundschule hingegen soll schon zwei Jahre früher fertig sein.

Mehr als 400 Grundschulplätze fehlen 2020

Zum Schuljahr 2020/21 werden 425 Grundschulplätze in der Nordstadt fehlen, wenn insgesamt 3200 Schüler zu erwarten sind. Und so werden auf dem Weg hin zu zwei neuen Schulen voraussichtlich weitere Container aufgestellt oder Schulgebäude erweitert werden müssen. Die beiden geplanten Grundschulen brächten derzeit also noch keine Entlastung, sagte Sierau.

Die Finanzierung werde voraussichtlich außerhalb des Förderprogrammes „Gute Schule 2020“ laufen, weil dessen Töpfe bereits gut ausgeschöpft seien. „Wir würden dem Rat vorschlagen, das aus dem städtischen Haushalt zu finanzieren“, sagte Martina Raddatz-Nowack, Leiterin des Schulverwaltungsamtes.

Eine endgültige Entscheidung steht noch aus

In Stein gemeißelt sind all diese Pläne allerdings noch nicht. Die konkreten Ergebnisse der stetig laufenden Bedarfs- und Bestandsanalysen will die Stadt im kommenden Herbst vorstellen.

Die Schulleiter der Nordstadt-Grundschulen sind in die Planung involviert. Ebenso die Rektoren der weiterführenden Schulen. Schuldezernentin Daniela Schneckenburger schloss am Dienstag nicht aus, dass stadtweit in den kommenden Jahren bis zu zwei neue weiterführende Schulen entstehen könnten.
Lesen Sie jetzt