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Jimmy Breuer punktete mit (nicht) vorhandenem Talent

Signal Iduna Park

DORTMUND „Hau ab“, „Du bist nicht witzig“ riefen die Zuschauer, ein Albtraum für jeden Comedian. Jimmy Breuer stachelte genau das aber erst richtig an - auch auf seiner Tour, die ihn auch nach Dortmund führte.

von Von Julia Schemmer

, 08.08.2010

Am Samstag machte der selbsternannte „hellste Stern am Spaßfirmament“ auf seiner Stadiontour im Signal Iduna Park Halt und begeisterte mit seiner etwas anderen Art von Humor. Was für alle anderen Komiker Todsünden wären, ist Breuers Geheimrezept: Noch so offensichtliche Witze erklären, die Pointe vermiesen, gerne den gleichen Witz zweimal bringen und sich selbst - allen Buhrufen zum Trotz - pausenlos feiern. Die Rufe des Publikums - passend zum Namen der Stadiontour „Hau ab“ - waren aber nicht ernst gemeint und gehören einfach zum Programm. Denn gerade in der Reaktion auf diese zeigt sich die Naivität der Figur Jimmy Breuer und damit verbunden auch ihr Witz.

" Der „Witzelibero“ aus Lüdersheim - „drei Gags, ein Treffer“ - erzählt von den witzigsten Stationen aus seinem Leben und kommt so unter anderem auf die 90er zu sprechen: „Damals war Techno total modern, ich war ja eher Tech No... also Nein... ihr versteht?“ Auch die Quiz-Sendung „Wer wird Millionär“, entstanden in den 90ern, macht Breuer zum Thema: „Die Abkürzung lautet WWM, wofür steht die noch?“, fragt er ins Publikum. „Was weiß ich... nee, was weiß mich“, antwortet er und merkt selbst, dass da was nicht stimmt: „Na, ich bin ja auch nur ein Mensch und keine Witzemaschine.“ Wofür das Publikum anderen nicht mal ein müdes Lächeln schenkt, erntet Breuer schallendes Gelächter und tobenden Applaus. Der Standup-Comedian punktet mit perfekt in Szene gesetztem und eben nur scheinbar nicht vorhandenem Talent. Gerne hätten die Dortmunder da noch mehr gesehen. Nach einer Stunde aber hieß es: „Tschau mit V!“

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