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"Kein Platz mehr für Extra-Wünsche"

23.12.2007

Die Haushaltsberatungen sind vorbei, der Doppelhaushalt für 2008 verabschiedet. Für Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss, mit einem unbefriedigendem Ergebnis.

"In den nächsten zwei Jahren wird die Stadt für Kinder und Jugendliche nur das gesetzlich Vorgegebene erledigen können. Für Extra-Wünsche gibt es keinen Platz", klagt Liedschulte. Auch nicht für ein Frühwarnsystem, um Kindesvernachlässigung in den Griff zu bekommen. Dass eine Stadt wie Dortmund, immerhin die bundesweit siebtgrößte Stadt, erst in zwei Stadtbezirken dieses Frühwarnsystem zum Einsatz bringt, sei unbefriedigend.

Für notwendig hält Rosemarie Liedschulte auch die Aufstockung von Streetworkern, da seit geraumer Zeit eine "ungewünschte Ansammlung von Jugendlichen in den Stadtbezirken zu verzeichnen" sei. "Scharnhorst und Brackel haben gezeigt, wie schnell eine Situation eskaliert", meint sie.

Großartig findet Liedschulte hingegen, dass Personal bei den Jugendhilfediensten ab Januar aufgestockt wird. Allerdings: "Die Hilfe kommt zu spät", meint sie. Bereits Ende 2006 habe man auf die unbefriedigende Personal-Situation hingewiesen. Die Forderung nach mehr Hilfskräften sei jedoch von Rot/Grün abgelehnt worden.

Liedschulte: "Die Verwaltung macht den Fehler, dass sie reagiert, anstatt zu handeln. Jetzt gibt es neues Personal für den Bedarf, der bereits seit Jahren vorherrscht. Dass wir aber in den kommenden Jahren einen größeren Bedarf bei den Jugendhilfediensten haben, wird übersehen." Ihre Hoffnung für 2008: Ein kindersicheres und familienfreundlicheres Dortmund. Dazu gehört auch die Erweiterung der Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen bis mindestens 20 Uhr.

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