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Kinderpornos verschickt - Bewährungsstrafe

Amtsgericht Dortmund

Weil er mit seinem Handy ungefragt Kinderporno-Fotos an wildfremde Menschen verschickt hat, ist ein Taxifahrer (49) aus dem Kreuzviertel am Donnerstag vom Amtsgericht zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 19.08.2010

Außerdem muss der allein stehende Mann 3600 Euro an den Kinderschutzbund zahlen. Die Taten ereigneten sich im Januar, April und Mai 2010. Der Angeklagte hatte sich Kinderporno-Fotos und entsprechende Videodateien auf sein Handy geladen und lief durch die Dortmunder Fußgängerzone. Bei Saturn und bei Karstadt aktivierte er schließlich die Sendefunktion und schickte die Dateien kabellos an umstehende Handy-Besitzer. In einem Fall spielte er sie auch auf einen im Regal stehenden digitalen Bilderrahmen und sorgte so dafür, dass viele Kunden sich die Videos ansehen mussten. Auf die Frage nach seinem Motiv erklärte der 49-Jährige im Prozess nur: „Es war einfach nur Neugier. Ich wollte mal sehen, wie die Leute reagieren, wenn sie solche Bilder empfangen.“ Er selbst habe die Fotos und Videos in einem Internet-Chat angeboten bekommen. Richter Christian Henze hielt dem 49-Jährigen in der Urteilsbegründung eine regelrechte Standpauke: „Ihnen ist offensichtlich nicht klar, was sie mit solchen Aktionen anrichten. Nur dadurch, dass es Leute wie sie gibt, gibt es auch diese schlimmen Missbrauchs-Taten an Kindern. Nur durch sie funktioniert das System überhaupt.“

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