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Krankenstand: Dortmunder fehlen durchschnittlich 16 Tage wegen „Rücken“

DAK-Gesundheitsreport

Der Krankenstand in Dortmund ist gestiegen: Mit 4,8 Prozent ist er höher als im Landesdurchschnitt. Eine besondere Position im DAK-Gesundheitsreport nimmt dabei der Rücken ein.

Dortmund

, 12.10.2018
Krankenstand: Dortmunder fehlen durchschnittlich 16 Tage wegen „Rücken“

Die Zahl der Menschen, die über Rückenschmerzen klagen, ist nach wie vor hoch. Trotz aller Bemühungen, Vorsorge zu treffen. © dpa

Laut DAK-Gesundheitsreport waren 2017 an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 48 krankgeschrieben. Fehltage bei den Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenerkrankungen stiegen nach Angaben der DAK um 14 Prozent in Dortmund – und liegen damit auf Platz eins der Ursachen für Krankmeldungen. Fast ein Viertel der Krankmeldungen habe da ihre Ursache, so der Bericht.

Bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen nahmen die Ausfalltage hingegen um sechs Prozent ab. Angestiegen sind dagegen auch die Krankmeldungen wegen Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Bronchitis oder Sinusitis.

Der Durchschnitt ist 16 Tage krank geschrieben

Die Krankenkasse legt jedes Jahr einen solchen Bericht vor. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt nach einigen Jahren mal wieder beim Rücken. Erschreckend: Trotz aller Prävention und Gesundheitskursen haben die Dortmunder nach wie vor „Rücken“. Auf 100 Erwerbstätige in ganz Nordrhein-Westfalen entfielen mehr als 84 Fehltage wegen Rückenschmerzen. In Dortmund allerdings war die Zahl der Fehltage noch höher: Sie liegt hier bei 134. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankschreibung lag mit mehr als 16 Tagen deutlich über dem Landesdurchschnitt (12 Tage).

„Leider zeigt sich auch bei uns in Dortmund, dass es trotz eines verstärkten Engagements im betrieblichen Gesundheitsmanagement noch keine signifikanten Verbesserungen gibt“, sagt Hagen Rödiger, Chef DAK Gesundheit in Dortmund.

Die meisten versuchen, erstmal ohne Arzt klar zu kommen

Und obwohl die Zahlen schon so hoch sind, klar ist auch: Die große Mehrheit der Menschen mit Rückenschmerzen meldet sich nicht krank. Die meisten versuchen stattdessen zunächst, alleine mit den Schmerzen zurecht zu kommen. Nur jeder Dritte war nach der Untersuchung der DAK wegen seiner Rückenbeschwerden beim Arzt. Am meisten tut den Menschen, die „Rücken haben“, die Lendenwirbelsäule weh (79 Prozent); 41 Prozent haben Probleme mit dem Nacken.

Nicht immer sind rein orthopädische Probleme die Ursache aller Probleme: „Da sich Stress und psychische Belastungen stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei Diagnose und Behandlung berücksichtigt werden“, fordert DAK-Chef Rödiger. Und: Bei der ambulanten Behandlung von Rückenpatienten fordern Dr. Sven Kevin Tschöke, Chefarzt im Klinikum Dortmund, und Tobias Gonther, Sportwissenschaftler vom Rehazentrum Orthomed, eine bessere Begleitung der Patienten: Wenn in Reha-Kursen Menschen zwischen 50 und 80 Jahre sind, und der eine nicht liegen, der andere nicht sitzen und der Dritte nicht knien könne, dann werde es schwierig, allen gerecht zu werden.

Neues Informationsangebot per Mail

Als erste Reaktion auf die aktuelle Studien bietet die DAK ihren Versicherten ab sofort ein neues, onlinebasiertes Rücken-Coaching an. Unter dem Titel „Rücken @Fit“ erhalten Betroffene individuelle Hilfe bei akuten und chronischen Rückenschmerzen. Betroffene erhalten Hilfe auch im Internet.

Die DAK ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat nach eigenen Angaben rund 1,1 Millionen Versicherte in NRW, davon rund 40.000 in Dortmund.
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