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Kung Fu und Kunst in der Berswordthalle

Chinesische Kultur

DORTMUND Mit einer Kung-Fu-Performance eröffneten die Schüler der Long-Bao-Schule eine Kunstausstellung in der Berswordthalle. Die Bilder zeigen Kalligrafie und Tierbilder ihrer Trainerin Katrin Zhang und Werke des chinesischen Künstlers Lu Min.

von Von Tilman Abegg

, 08.08.2010
Kung Fu und Kunst in der Berswordthalle

In den floralen, mit Schriftzeichen versehenen Motiven hat Lu Min die Farben effektvoll eingesetzt. Das strenge Hochformat ist für westliche Augen ungewöhnlich.

Kung Fu sei schwerer als Malen, sagt Nick Berthold. „Körperlich anstrengender“. Der 16-Jährige Dortmunder hat ein Bild gemalt, das seit gestern in der Berswordthalle hängt. Zur Eröffnung der Ausstellung hat Nick minutenlang Kung-Fu-Figuren, Spagat- und Drehsprünge vorgeführt, und der Schweiß tropft ihm aus den blonden Locken.

Die Ausstellung zeigt chinesische Malerei. Etwa zwei Dutzend Bilder hat Nicks Kung-Fu-Trainerin und Mal-Lehrerin Katrin Zhang gemalt, die andere Hälfte sind Werke des chinesischen Künstlers Lu Min. Eine zentrale Wurzel dieser Malerei sei der Daoismus, erklärt Zhang. Dessen Prinzip ist auch im Westen bekannt: Yin und Yang, das Gleichgewicht der Gegensätze. Katrin Zhangs Bilder zeigen Hunde, Katzen, Wölfe. Sie möchte damit auf die Würde der Tiere aufmerksam machen. Massentierhaltung, gerade in China, verabscheut die 47-Jährige.

Das Bild von der Fuchsfamilie hatte Nick vorher im Kopf. Etwa zwölf Stunden habe er daran gesessen, der Fuchsfamilie auf seinem Bild möglichst lebendige Formen und Farben zu geben. „Malen erfordert Disziplin. Und Genauigkeit.“ Kung Fu für den Kopf. Katrin Zhang leitet die „Long Bao Schule“ für chinesische Kampfkunst und Kultur. In einem Osterferien-Seminar hat sie Nick und anderen die Malerei näher gebracht. Ein paar dieser Gemälde sind in der Ausstellung zu sehen. Die Besucher der Eröffnung bleiben vor den Werken Lu Mins am längsten stehen. „Wie genau das gemalt ist“, sagt jemand über die Tiger. Die Bambusstöcke vor dem Nachthimmel nennt jemand „sehr stimmungsvoll.“ Lu Min selbst sichtet auch Nicks Fuchsfamilie. Seine Kritik übersetzt Katrin Zhang: „Ein gutes Motiv. Und eine harmonische Komposition.“

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