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Lehrer unter Prügelverdacht

Amtsgericht Bochum

Ausgerechnet ein angehender Lehrer musste am Mittwoch auf der Anklagebank Platz nehmen. Vorwurf: Körperverletzung. Verurteilt wurde der 27-jährige Dortmunder zwar nicht, Schmerzensgeld zahlt er trotzdem.

BOCHUM/DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 11.08.2010

Es war 9.30 Uhr, als am Bochumer Amtsgericht die Strafsache gegen den Pädagogen (Lehramt Mathe, Sport) aus Brackel aufgerufen wurde. Nun ging es um alles. Der 27-Jährige hat sein Studium gerade erst abgeschlossen, hofft auf eine Anstellung an einer Realschule. Die ersten Bewerbungen laufen bereits.

Mit einem Eintrag im Vorstrafenregister wäre die Karriere im Staatsdienst aber wohl vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat. Dass der 27-Jährige überhaupt in Bedrängnis geraten ist, hängt mit einem Ausflug in die Security-Branche zusammen. Um während des Studiums etwas Geld zu verdienen, hatte er einen Mini-Job als Sicherheitsmann angenommen. Bei einem Einsatz in Bochum (Seefest) war er im Juni 2009 an einen 16-Jährigen Schüler geraten, der ihn später angezeigt hat. Und auch im Prozess hat der Jugendliche den 27-Jährigen schwer belastet. „Er kam angerannt, dann habe ich nur noch seine Faust gesehen“, sagte er im Zeugenstand.

Ein Schlag aufs Auge, Schmerzen und Wut. „Ich war doch schon gefesselt.“ Der Lehrer hat den Prügel-Vorwurf komplett bestritten. Um die Sache schnell zu beenden, hat er sich dann aber doch bereit erklärt, 200 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Warum der Jugendliche überhaupt Ärger mit dem Sicherheitsdienst hatte? Er gehörte zu einer Gruppe, die Bier aus dem VIP-Bereich klauen wollte.

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