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Mann greift Polizisten an und verteilt Blut in der Zelle

Hauptbahnhof Dortmund

Ein 37 Jahre alter Mann hat am Donnerstagabend für einen Gewaltexzess am Hauptbahnhof gesorgt. Erst irrte er nur orientierungslos über die Gleise. Doch als ihn eine Streife der Bundespolizei in die Wache bringen wollte, rastete der Mann völlig aus: Er griff die Polizisten an. Am Ende verteilte er sogar sein Blut in der Polizeizelle.

DORTMUND

, 14.11.2014
Mann greift Polizisten an und verteilt Blut in der Zelle

Eine der beiden Zellen der Bundespolizei in der Wache am Hauptbahnhof.

Mitarbeiter der Bahnsicherheit hatten gegen 22.30 Uhr die Bundespolizei gerufen, nachdem sie den 37-Jährigen am westlichen Ende des Hauptbahnhofs aus den Gleisen geholt hatten. Der Bahnverkehr musste deswegen für einige Minuten unterbrochen werden. Als die Beamten den Mann auf ihre Wache mitnehmen wollten, um ihn zu befragen, wehrte sich der 37-Jährige vehement. Die Polizisten forderten einen Streifenwagen zur Unterstützung an. Im Fahrzeug rastete der Mann laut Angaben der Bundespolizei völlig aus. Er schlug und trat zwei Bundespolizisten. Seine Aggressivität steigerte sich nochmals, als sie die Wache erreichten. Nur mit mehreren Beamten war es möglich, den 37-Jährigen in die Wache zu transportieren. Als sie ihn durchsuchen wollten, griff er erneut die Beamten mit Tritten und Schlägen an und bespuckte sie dabei mehrmals.  

Die Polizisten sperrten ihn daraufhin in die Zelle der Wache. Dort beruhigte sich der Mann jedoch nicht - im Gegenteil: Er schlug seinen Kopf mehrmals an die Zellenwand, urinierte auf die Matratze des Bettes und biss sich die Zunge und die Lippen blutig. Das Blut aus den Wundes verteilte er an den Zellenwänden. Daraufhin fesselten ihn die Beamten "zu seinem eigenen Schutz" (Bundespolizei-Sprecher Volker Stall).  "Weil sich sein aggressives und gewalttätiges Verhalten nicht erklären ließ, wurde ein Polizeiarzt hinzugezogen", so Volker Stall. Dieser ordnete eine Einweisung in die LWL-Psychiatrie in Aplerbeck an. Gegen den bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und Beleidigung eingeleitet.

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