Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mann sucht sich Abrisshaus als Schlafplatz aus

Hauptbahnhof Dortmund

Ein 38-Jähriger ist am Dienstag am Hauptbahnhof Dortmund beinahe unter Trümmern begraben worden. Der Mann hatte sich eine leerstehende Baracke als Schlafplatz ausgesucht. Was er jedoch nicht mitbekam: Das Gebäude wird gerade abgerissen.

DORTMUND

, 07.06.2017
Mann sucht sich Abrisshaus als Schlafplatz aus

Das Abrissgelände am Hauptbahnhof Dortmund. Der vordere Teil der Baracke ist bereits abgerissen, der hintere Teil folgt in den kommenden Tagen.

Die alte Baracke war am Vortag schon zu einem Viertel abgerissen worden. Bevor Bauarbeiter am Dienstag um 8 Uhr den weitere Teile des Gebäudes an der Ladestraße des Hauptbahnhofs abrissen, machten sie noch einen letzten Gang durch die Ruine - und stießen da auf den schlafenden 38-Jährigen. Er hatte dort in der Nacht sein Lager aufgeschlagen und offenbar die Abbruchspuren übersehen, so Bundespolizeisprecher Volker Stall.

Seine Lebensretter brachten dem 38-Jährigen aber auch Probleme ein: Sie bemerkten, dass neben dem Schlafenden Drogen lagen. Also riefen sie die Bundespolizei. Die weckte den 38-Jährigen. Neben ihm fanden sie eine geringe Menge Marihuana. Als sie ihn daraufhin durchsuchten, entdeckten sie zudem Heroin und mutmaßlich Chrystal Meth. Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet, so die Bundespolizei.

Der Fall erinnert an eine kuriose Geschichte vor zwei Jahren: Damals war ein Obdachloser für drei Tage in einer Bahnbaracke eingesperrt gewesen, weil er dort schlief, als Bahnmitarbeiter die Baracke mit Brettern vernagelten.

 

Lesen Sie jetzt