Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit 23 PS zum Gardasee

04.08.2008

Mit 23 PS zum Gardasee

KÖRNE Manfred Delkers Es war ein VW-Käfer der ersten Stunde, der (Foto) Herz 1957 gebrochen hat. "Mit Brezelscheibe und modischem Falt-Schiebe-Dach", schwärmt der 72-Jährige noch heute. Dabei teilte er seine Freude am ersten Auto mit seinem treuen Beifahrer - dem Familiendackel "Püppi".

"Noch heute kann ich mich erinnern, wie komisch sich mein Käfer bei seiner ersten Tour anfühlte", erinnert sich Manfred Delker aus Körne. "Anders als ich es gelernt hatte, beschleunigte man per Gasrolle, nicht mit einem Pedal. Vom obligatorischen Zwischengas ganz zu schweigen", lacht er.

Angeber überholt

Nach kurzer Eingewöhnungsphase jedoch konnte für den damals 21-Jährigen das Kapitel Käfer endlich starten. Seine erste große Tour machte Delker mit zwei Freunden zum Gardasee.

"Das war schon sehr abenteuerlich. Mit gerade einmal 23 PS zog mein kleiner Käfer am Brenner natürlich den Kürzeren gegen die anderen Reisenden", erzählt er. Jedoch sollte sich das Blatt schon nach kurzer Zeit wenden: "Aufgrund der Luftkühlung jedoch hat mein Wagen länger durchgehalten als andere. Später haben wir die ganzen Angeber dann alle wieder überholt. Sie standen mit offenen Motorhauben und qualmenden Motoren am Straßenrand", schmunzelt der 72-Jährige. Zu den Aufgaben des treuen Gefährts des jungen Mannes gehörte auch der regelmäßige Ausflug ins Sauerland. "Ich bin oft mit meinen Eltern nach Winterberg gefahren", erzählt Delker. Immer mit dabei: Familiendackel "Püppi", der es sich am liebsten auf dem Dach des VW bequem gemacht hat (siehe Foto).

Gute Pflege

Nach sechs Jahren musste sich der Dortmunder jedoch schließlich von seinem Käfer trennen. "Unter damaligen Maßstäben war das eine sehr lange Zeit", wie er betont.

Wahrscheinlich ist dies der guten Pflege geschuldet, mit der der Rentner sein Leben lang seine Autos in Schuss hielt. Das galt damals wie heute. "Heute besitze ich einen Mercedes 123er. Und auch dieser ist mir ans Herz gewachsen. Schließlich fahre ich ihn seit nunmehr 26 Jahren." phip

Lesen Sie jetzt