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Mit Müll unter Bett versteckt

DORTMUND Auf der Flucht vor der Polizei ist ein 42-Jähriger am Sonntag erst auf einen Schornstein geflüchtet, anschließend legte er sich unter sein Bett und bedeckte sich mit Müll. Dennoch klickten später die Handschellen.

von Von Andreas Wegener

, 17.12.2007

Ein Anwohner der Bornstraße beobachtete gegen 10.45 Uhr einen Mann auf dem Dach eines Hauses. Er saß auf dem Schornstein, lief herum und stieg durch ein Fenster ins Haus. Als an der betroffenen Wohnung in der Straße Johannisborn wenig später Polizisten schellten, öffnete niemand. Die Beamten fürchteten einen Selbstmord und öffneten mit Hilfe der Feuerwehr die Wohnungstür.

Falsche Personalien genannt

Die Ordnungshüter entdeckten den 42-Jährigen unter einem Bett. Die seltsame Erklärung des Mieters: Er habe sich mit seiner Freundin gestritten. Die Beamten wurden misstrauisch – zumal ihnen der Verdächtige zunächst falsche Personalien nannte. Und auf dem Wohnzimmertisch die Visitenkarte eines Polizeibeamten fanden. Kurzerhand wählten sie dessen Nummer.

522 Tage Haft

Der Kollege brachte Licht ins Dunkel. Er hatte einen Haftbefehl vollstrecken wollen, aber nur die Freundin des Gesuchten angetroffen. Schließlich gestand der 42-Jährige, vor dem Kollegen aufs Dach geflüchtet zu sein. Jetzt sitzt er im Gefängnis – wegen eines Drogendelikts war er zu 522 Tagen Haft verurteilt worden.

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