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Mutmaßlicher Vergewaltiger ist verschwunden

20.12.2007

Wo ist der angeklagte mutmaßliche Vergewaltiger einer Frau aus Kirchlinde? Zum gestrigen dritten Verhandlungstag warteten im Landgericht alle Prozessbeteiligten vergeblich auf den 34-Jährigen. Hat sich der Mann möglicherweise abgesetzt?

Fakt ist: Schon das Amtsgericht hatte im März keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten gehabt. Am Ende des Prozesses stand damals eine Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft. Im aktuellen Berufungsprozess könnte die Strafe sogar noch höher ausfallen. Denn nicht nur der Angeklagte selbst, sondern auch die Staatsanwaltschaft hatten die erste Entscheidung angefochten.

Dem 34-Jährigen wird vorgeworfen, eine flüchtige Bekannte im Juni vergangenen Jahres brutal vergewaltigt zu haben. Zusammen mit einem Freund hatte er die Frau zu einem netten WM-Fußballnachmittag eingeladen. Dabei sollen die Männer gezielt dafür gesorgt haben, dass die Frau reichlich Wodka trank. Selbst kippten die Männer jedoch anscheinend mehrere eigene Gläser in die Blumenkübel, um nüchterner zu bleiben.

Im Verlaufe des Nachmittags soll der Angeklagte dann den Zustand der Frau ausgenutzt haben. Als sein Freund gerade Nachschub holen war, schleifte er die 29-Jährige angeblich ins Schlafzimmer und verging sich an ihr, während sie schon fast bewusstlos war. Die nach dem Übergriff aus Angst alarmierten Notärzte hielten fest, dass die Frau "fast nicht ansprechbar" gewesen sei. Der Angeklagte behauptet indes, was passiert sei, hätten damals beide gewollt. Die Frau sei erst später zusammengesackt und bewusstlos geworden. Einen Haftbefehl gegen den Mann erließen die Richter gestern noch nicht. Am nächsten Verhandlungstag soll jedoch die Polizei dafür sorgen, dass der 34-Jährige zu Hause abgeholt und in den Gerichtssaal gebracht wird. Wird er auch an diesem Tag nicht angetroffen, würde er mit ziemlicher Sicherheit zur Fahndung ausgeschrieben. von

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