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Nach Albtraum-Überfall in Herne: 18-Jähriger Dortmunder kassiert Jugendhaft

Bochumer Landgericht

Nach einem Wohnungsüberfall in Herne ist ein 18-Jähriger aus Dortmund am Freitag zu 28 Monaten Jugendhaft verurteilt worden. Das Opfer war schlimm gedemütigt worden.

Dortmund/Bochum

, 14.09.2018

Gegen die zwei Mitangeklagten (19 und 20) verhängte das Bochumer Landgericht sogar noch härtere Jugendhaft-Strafen von jeweils drei Jahren. Alle drei angeklagten Syrer hatten im Prozess zwar eingeräumt, am frühen Morgen des 25. August 2017 in die Wohnung eines Landsmannes in Herne eingedrungen zu sein, den anfangs noch schlafenden 21-Jährigen attackiert und beraubt zu haben.

Hintergrund waren angebliche Schulden um vorherige Übersetzungsdienste. Allerdings bewerten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Opferseite allein die Angaben des jüngsten Angeklagten als wirklich aufrichtiges und reuiges Geständnis.

220 Euro zur Schadenwiedergutmachung

Der 18-Jährige habe anders als die zwei Mitangeklagten die Abläufe der „Albtraum-Tat“ und deren brutale und erniedrigenden Szenen schonungslos eingeräumt, hieß es. Insbesondere nämlich auch, dass ganz am Schluss des Überfalls von dem Opfer auch noch ein demütigendes Handy-Video mit herunter gelassener Hose angefertigt worden ist.

Außerdem hatte der 18-Jährige dem Opfer 220 Euro als Schadenwiedergutmachung übergeben lassen. Opferanwalt Rainer Köper sagte in seinem Schlussvortrag dazu: „Ich denke, dass sich mein Mandant zumindest über diese Geste ein wenig freuen wird.“

Opfer gefesselt, geknebelt und misshandelt

Das spätere Opfer war bei dem Albtraum-Überfall gefesselt, geknebelt und bis zur Bewusstlosigkeit misshandelt worden. Dem 21-Jährigen wurden mit einem Gürtel die Hände und mit einem Staubsaugerkabel die Füße gefesselt. Dann wurde er von dem Trio zusammengeschlagen und -getreten, erlitt dabei Brüche des Kiefergelenks, der Nase und des Jochbeins.

Zum Schluss soll dem blutüberströmten 21-Jährigen auch noch eine Pistole und die Klinge eines Messers an die Kehle gehalten worden sein.

Die Urteile lauten auf besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung.

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