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Nach Messerangriff 2017 in Mengede muss ein 17-Jähriger ins Gefängnis

Bahnhof Mengede

Am Karnevalssamstag 2017 eskalierte ein Streit zwischen Jugendlichen am Bahnhof Mengede. Ein 17-Jähriger ist nun wegen versuchten Totschlags verurteilt worden.

Dortmund

, 25.07.2018

Nach den Erkenntnissen der Richter eskalierte der Streit aus einer eigentlich ganz harmlosen Situation. Am Karnevalssamstag 2017 waren zwei Gruppen Jugendlicher am Bahnhof Mengede aufeinander getroffen. Auf dem Bahnsteig soll einer der Schüler dann laut herumgebrüllt haben. Die andere Gruppe fühlte sich gestört und wollte das Geschrei stoppen. Schnell gab ein Wort das andere und eine handfeste Auseinandersetzung war im Gange.

Dennoch sah es nach den ersten Beleidigungen, Rempeleien und Schlägen so aus, als würde sich die Situation wieder beruhigen. Doch der 17-Jährige telefonierte aus dem Zug heraus mehrere Freunde herbei und kehrte dann noch einmal zum Bahnhof Mengede zurück. Dort gingen die Angreifer schließlich mit Golfschlägern und anderen Schlagwerkzeugen auf ihre Kontrahenten los. Und der Hauptangeklagte zückte schließlich sogar ein Messer und stach zu.

Zivilcourage einer 17-Jährigen konnte wohl schlimmeres verhindern

Die Richter sind davon überzeugt, dass erst das beherzte Eingreifen einer Augenzeugin aus Waltrop das brutale Treiben stoppte. Die 17 Jahre alte Schülerin ging mutig dazwischen, packte einen der Täter und riss ihn von dem Geschehen weg. Die anderen schrie sie an, sie sollten endlich aufhören. Die Zeugin wurde später mit einem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet.

Drei weitere Angeklagte waren bereits in einem früheren Prozess zu Bewährungsstrafen und Freizeitarresten verurteilt worden. Ihnen seien die beinahe tödlichen Messerstiche des 17-Jährigen nicht zuzurechnen, urteilten die Richter damals. Die Mittäter wurden deshalb wegen gefährlicher Körperverletzung und nicht wegen versuchten Totschlags verurteilt.

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