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Nachwuchsfilmer gewinnen Preis für Flucht-Doku

Animationsfilm

„Gott, ich danke Dir für Deine Gnade, dass ich noch am Leben bin.“ So lauten Friday Opabajos Fazit am Ende seines Kurzfilms. Mit den Young Dogs vom Dortmunder U hat er eine Doku über seine eigene Fluchtgeschichte gedreht - und flugs den Deutschen Jugendfilmpreis gewonnen. Aber das Happy End des Filmes wurde inzwischen von der Realität eingeholt.

DORTMUND

, 14.07.2017

Die Menschen sollen verstehen, was ihm passiert ist. Das war Friday Opabajos Anspruch, seine Fluchtgeschichte in einem kurzen Dokumentarfilm zu erzählen. Von Nigeria kam er nach Europa, lebt inzwischen seit zwei Jahren in Dortmund.

Deutscher Jugendfilmpreis gewonnen

Mit Marc Künker und dem Team von der Jungen Akademie für Dokumentarfilm „Young Dogs“ im Dortmunder U hat er den Kurzfilm „A Good Christian“ (ein guter Christ) über seine Flucht gedreht. Dafür haben die Jungs jetzt den Deutschen Jugendfilmpreis gewonnen.

Der Film wechselt zwischen Interviewszenen mit Friday, nachgespielte Szenen aus Dortmund – vom Bahnhof, vom Markt, vom Westenhellweg – und animierten Szenen mit Puppen.

Stop-Motion-Animation

Die Technik heißt Stop-Motion-Animation: In dem Film wirkt es so, als würden die Puppen sich bewegen. Dabei setzen sich die Sequenzen aus Hunderten Fotos zusammen. Für jedes einzelne Foto werden die Puppen bewegt, schnell aneinandergereiht entsteht die Illusion der Bewegung. Für den Schnitt war die Gruppe eine Woche lang bei einem Animationsfilmstudio in Belgien.

A Good Christian from SCREENAGERS on Vimeo.

  

Die Schule hat er diesen Sommer in Dortmund abgeschlossen. Er hat auch schon einen Ausbildungsplatz als Koch. Doch sein Asylantrag wurde abgelehnt. Ob er für seine Ausbildung jetzt eine Arbeitserlaubnis erhält, ist noch unklar.

Mehr zum Film und zur Geschichte von Friday lesen Sie am Sonntag (16.7.) in der Digitalen Sonntagszeitung.

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