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Nashörner können fliegen

Zwei neue Breitmaul-Nashornweibchen sind Grundstock für die Zucht im Zoo. Die Übersiedlung der beiden dreijährigen Tiere aus einem Quarantäne-Gehege im Safaripark in Südafrika nach Dortmund steht jetzt unmittelbar bevor.

20.08.2008

Nashörner können fliegen

<p>Nashorn-Bulle Snoopy bekommt bald Gesellschaft: zwei weibliche Jungtiere. Reminghorst</p>

In ein bis zwei Monaten werden die Tiere ankommen, hofft die stellvertretende ZooChefin Ilona Schappert. Die rund zwei Tonnen schweren Tiere haben zwar keine Flügel wie die Wappentiere des Konzerthauses, können aber trotzdem bald fliegen: komfortabel im Flugzeug eines Importeurs - zusammen mit Artgenossen, die in Zoos in Augsburg, Schwerin und dem österreichischen Schmieding ein neues Zuhause finden. Ab Frankfurt oder Luxemburg würden die Dickhäuter dann weiter transportiert. "Nashorn-Weibchen sind schwer zu bekommen. Wir haben lange darauf gewartet", sagt Schappert.

Nashorn-Geburten sind selten, die Hälfte der Neugeborenen sind Bullen, und zum Aufbau einer Herde wünschen sich alle Zoos mehrere Weibchen. Die beiden Neu-Dortmunder stammen aus dem "Mafunyane Game Park" in der Nordwest-Provinz in Südafrika und leben dort in einem abgegrenzten Bereich, der eine Mischung aus Zoo und dem Leben in Freiheit ist.

Bulle Snoopy, der im September 38 Jahre alt wird, darf zunächst seine Männlichkeit an den (noch namenlosen) jungen Damen ausprobieren. Wenn das nicht funktioniert, will der Zoo in ein, zwei Jahren einen jungen Bullen dazu kaufen.

Die Herde sei gut zusammengesetzt, so Schappert. Natala (39) wurde bereits im Münsteraner Zoo mehrfach Mutter. "Sie kann beruhigend auf die jungen Weibchen wirken", sagt die stellvertretende Zoo-Leiterin. Ebenso wie Nilsine (40), deren Altersschwäche dem Zoo seit einiger Zeit große Sorgen macht. JG

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