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Neonazis legen Rock-Konzert auf Jahrestag von Punker-Tötung

Tod von Thomas Schulz

Es ist eine Provokation: Die Neonazi-Partei "Die Rechte" will am 28. März 2015 auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld ein Protest-Konzert für 200 Teilnehmer organisieren - genau zehn Jahre nach dem Tag, an dem der stadtbekannte Neonazi Sven K. den Dortmunder Punker Thomas Schulz erstach. Die Polizei will die Kundgebung verhindern.

DORSTFELD

, 04.11.2014
Neonazis legen Rock-Konzert auf Jahrestag von Punker-Tötung

An der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße erinnerten Freunde an den 2005 von Sven K. getöteten Punker Thomas Schulz. Zum zehnten Jahrestag der Tötung wollen die Dortmunder Neonazis in Dorstfeld ein Rock-Konzert feiern.

Der Dortmunder Neonazi und Bundesvorsitzende der Splitterpartei "Die Rechte", Christian Worch, hat die Kundgebung unter dem Titel "Rock für Dortmund - Laut gegen Sozialabbau, Masseneinwanderung und Perspektivlosigkeit" bei der Polizei angemeldet. Sie soll am 28. März 2015 von 12 bis 22 Uhr auf dem Wilhelmplatz im Dorstfelder Zentrum stattfinden. Das Datum ist brisant: Auf den Tag genau zehn Jahre zuvor hat der Neonazi Sven K. den Punker Thomas Schulz an der U-Bahnhaltestelle Kampstraße erstochen. Dafür war K. zwar zu sieben Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Im September 2010 wurde er jedoch

. Sven K. zeigte sich jedoch alles andere als geläutert. Unter anderem schlug er 2011 zwei Jugendliche mit ausländischen Wurzeln

zusammen, auch war er beim

dabei.

Zu den Jahrestagen des Punker-Mordes hatte es in den vergangenen Jahren

aus der linken Szene für Schulz gegeben. Nun versuchen erstmals auch die Neonazis, das Datum zu besetzen - eine Provokation. "Die Dortmunder Polizei wird diese Anmeldung unter strengsten Maßstäben prüfen", lässt die Dortmunder Polizei über eine Pressemitteilung verbreiten. "Dabei werden Erfahrungen mit den Rechtsextremisten aus vergangenen Veranstaltungen nicht unberücksichtigt bleiben." Dortmunds Polizei-Chef Gregor Lange kündigt Widerstand gegen die Veranstaltung an: "Wir werden mit allen Mitteln zu verhindern versuchen, dass gewaltbereite, rechtsextremistische Verfassungsfeinde die Bürger in Dortmund gefährden und unseren demokratischen Rechtsstaat angreifen können. Dabei werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, nutzen."  

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