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Neue Jobs für Envio-Mitarbeiter

PCB-Skandal

Für die Leid geprüften Envio-Beschäftigten gibt es doch noch Nachrichten, die hoffnungsfroh stimmen. Der Vorsitzende des Hafenanlieger-Vereins Dr. Hans-Dieter Kahleyß startet eine Initiative, um ihnen zu neuer Beschäftigung zu verhelfen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 25.08.2010
Neue Jobs für Envio-Mitarbeiter

Dr. Hans-Dieter Kahleyß geht als Chef der Gasrußwerke bei der Hilfe für ehemaligen Envio-Mitarbeiter mit gutem Beispiel voran.

Und  Kahleyß geht dabei auch mit gutem Beispiel voran. Sein Unternehmen, die KG Deutsche Gasrußwerke GmbH (DGW), werde einen zufällig freien Arbeitsplatz mit einem bei Envio mit PCB vergifteten Mitarbeiter besetzen, kündigte er gestern an. „Um ein Zeichen der Solidarität mit den ehemaligen Mitarbeitern und Leasing-Arbeitern bei Envio zu setzen“, wie der DGW-Geschäftsführer betont. Und er hofft, dass auch andere Hafenfirmen mitziehen. „Ich meine, dass die Unternehmen am Hafen zumindest eine moralische Verpflichtung haben, den Opfern von Envios mutmaßlichem unternehmerischen Fehlverhalten zu helfen“, stellt Kahleyß fest. Etwa 100 Firmen im Hafengebiet sollten in der Lage sein, etwa 60 PCB-Opfern zu helfen.

Den Kontakt zur Arbeitsagentur liefert der engagierte Vereinsvorsitzende, der vor einigen Wochen die Envio-Geschäftsführung im PCB-Skandal schon heftig kritisiert hatte, gleich mit. Und er zerstreut auch die Sorgen, dass die frühere Envio-Mitarbeiter wegen ihrer nachgewiesenen PCB-Belastung nur beschränkt einsatzfähig sein. „Eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist durch PCB nicht zu erwarten“, betont Kahleyß. Nicht zuletzt trage die für Envio zuständige Berufsgenossenschaft alle Kostenrisiken, die sich aus der PCB-Belastung ergeben. 

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