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Oper feierte Theaterfest auf acht Bühnen

DORTMUND Normalerweise sind die Theaterwerkstätten wie die Schreinerei oder der Malsaal für Besucher verschlossen. Am Sonntag waren diese Türen weit geöffnet. Die Oper hatte zum großen Theaterfest eingeladen.

von Von Julia Gaß

, 31.08.2008
Oper feierte Theaterfest auf acht Bühnen

Auch in der Kinderoper gab es eine Technikshow und Vorlesestunden. Verkleiden war natürlich auch erlaubt.

Detlef Plümecke ist der Mann, den alle beim Theater mögen. Weil er als Technischer Direktor zaubern kann. Ein Fingerschnipp und es schneit auf der Opernbühne. Ein Wink an die Technik und ein Sturm braust los. "Früher haben wir das mit einer Windmaschine mit Handkurbel gemacht, heute geht das mit Elektrotechnik", erklärte Plümecke bei seiner Technikshow. Und ließ sofort darauf Feuerflammen lodern und Sterne funkeln. - Entzauberter Theaterzauber.

Zur gleichen Zeit in der Kinderoper: Der 1. Kapellmeister Ekhart Wycik fragt: "Wie muss ein Prinz gehen?" Die richtige Antwort kommt prompt "richtig straff". Wie das auf dem Klavier klingt, spielte der Dirigent sofort vor und schwärmte: "Wir erzählen hier mit Musik, ganz ohne Worte eine Geschichte wie im Kino." Und als Wycik dann eine "tolle Fantasy-Arie" ankündigte, waren die Kinder von den Koloraturen der Königin der Nacht (Christina Rümann) begeistert. Fantasievolle Vorfreude bei den Kindern.

Zwischendurch im Foyer: Die Stuhlreihen sind voll, als Solisten Höhepunkte der Spielzeit singen, die Samstag beginnt. Gespannte Erwartung bei den Abonnenten.

Unterwegs in den Werkstätten: Kinder basteln und bemalen ihr eigenes Bühnenbild, Schwerter und Schilder sind beliebt. "Es könnte für Tosca sein", erklärt ein Schreiner. Stolze Minen beim kreativen Nachwuchs.

Etwas später auf der Probebühne: Opern-Intendantin Christine Mielitz probt für ihre "Tosca"-Inszenierung mit Tosca, die u.a. von der Niederländerin Annemarie Kremer gesungen wird, und Cavaradossi Luis Chapa. Mielitz spielt auch mit, ist voller Aktion, mimisch und gestisch noch präsenter als die Sänger. "Ihr müsst das noch dramatischer spielen", fordert sie. - Statt "Tosca" könnte Puccinis Oper auch "Christine" heißen, meint man.

Zeitgleich im Ballettsaal: Xin Peng Wangs Corps bereitet sich auf die Tournee vor. Die Ballettfreunde hoffen auf weitere Spitzenleistungen des bald eigenständigen "Ballettwunders Dortmund" in der nächsten Saison.

Zum Schluss im Operntreff: Es spielt das "Duo infernal" mit Klarinettist Matthias Grimminger und Ralf Lange (Klavier). Das Feuer der Begeisterung für die neue Saison lodert jetzt überall.

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