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"Othello" als Krieg der Kulturen

31.10.2007

Othello ist ein Fremder in Venedig. Er dient den Mächtigen, kämpft für sie - und verliebt sich in Desdemona. Shakespeares Liebesgeschichte zwischen dem alten Schwarzen und der jungen Schönen geht bekanntlich nicht gut aus: Der intrigante Jago bringt Othello dazu, seine Geliebte zu töten.

Regisseur Uwe Hergenröder, der in Dortmund zuletzt "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" und "Die Ziege" inszenierte, sieht die Tragödie als Geschichte über Terrorismus und Krieg der Kulturen.

Zwar lässt er ohne eindeutige Hinweise auf Ort und Zeit spielen. Im Bühnenbild von Ulrich Schulz werde es jedoch deutliche Anklänge an modernen Imperialismus und aktuelle Kriege geben, so der Regisseur. Für ihn prallen in diesem Drama die muslimische und christliche Kultur aufeinander. "Im ersten Akt wird Othello als Tier, Zauberer und Verführer beschrieben", so Hergenröder, der die alte Schlegel/Tieck-Übersetzung wählte: "Ich kenne keine schönere, poetischere, bildhaftere."

Neben Birgit Unterweger (Desdemona) und Matthias Scheuring in der Titelrolle spielen Manuel Harder als Jago, Gast-Schauspielerin Christina Rubruck (Emilia), Michael Kamp (Cassio), Matthias Heße (Rodrigo) und Patrick Jurowski (Montano). Als Soldaten wirken junge Erwachsene aus dem Jugendclub des Theaters mit. pin

Premiere am 3.11., 19.30 Uhr im Schauspielhaus, Dauer 2 Stunden, Restkarten unter 50-2 72 22

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