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Polizei ermittelt gegen Bus-Personal und Unternehmensleitung

Schulbus-Skandal

Sie behandelten geistig behinderte Kinder wie Gepäck: Die Polizei ermittelt im Fall der mit Spanngurten in einem Schulbus gefesselten Schülern der Max-Wittmann-Schule gegen den Busfahrer, eine Begleitperson und die Leitung des Unternehmens. Derweil prüft die Stadt, ob sie den Vertrag mit der Firma außerordentlich kündigen kann. Doch das dauert.

EVING

, 13.11.2014
Polizei ermittelt gegen Bus-Personal und Unternehmensleitung

Mit solchen Spanngurten waren die Kinder im Bus fixiert.

Am Dienstag (11. November) wurde bekannt, dass das Unternehmen Hangebruch aus Mengede wiederholt Kinder mit geistiger Behinderung während der Fahrt mit Spanngurten fixiert hat. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Busfahrer, eine Begleitperson und das Unternehmen. Letztendlich entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie Anklage erhebt. Das Bus-Unternehmen war bei Kontrollen am vergangenen Donnerstag und Freitag (6. und 7. November) aufgefallen. Täglich sind Spezialisten des Verkehrsdienstes der Polizei auf Autobahnen und in Städten unterwegs, um Busse zu kontrollieren. Klassische Mängel bei den Kontrollen sind abgefahrene oder beschädigte Reifen und defekte Bremsen. In schwerwiegenden Fällen bestellt die Polizei einen Gutachter. Sie kann die Weiterfahrt verbieten.

Polizeisprecher Kim Freigang: „Kostendruck und Konkurrenz können zu technischen Mängeln führen, weil Unternehmer bei der Wartung sparen. Die Mehrheit der Busunternehmen hält sich aber an die Vorschriften. Man darf nicht alle Unternehmen unter Generalverdacht stellen." Verkehrsspezialisten der Polizei regen an, über eine gesetzliche Gurtpflicht im „Schülersonderverkehr“ nachzudenken. In dem betreffenden Schulbus des Unternehmens  gab es nur in der ersten Sitzreihe Sicherheitsgurte. Ab der zweiten Reihe waren die Kinder mit Ladungssicherungs-Gurten wie Gepäck festgezurrt. Eine Gurtpflicht gilt vor allem in Reisebussen, in anderen Bussen gibt es viele Ausnahmeregelungen. Wer gefährliche Busse sieht, wählt am besten den Notruf 110.

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