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Polizei räumt Sportplatz nach Gewalt zwischen Osmanlispor und Westfalia Huckarde

Kreisliga A

Erst ein hektisches Spiel, dann eine „handfeste Verlängerung“: Die Polizei musste in der Kreisliga A einen Fußballplatz räumen. Der Schiedsrichter flüchtete in die Kabine.

Dortmund

, 17.09.2018 / Lesedauer: 2 min
Polizei räumt Sportplatz nach Gewalt zwischen Osmanlispor und Westfalia Huckarde

Der Sportplatz an der Dörwerstraße in Nette wurde von der Polizei geräumt, nachdem es zu einer Auseinandersetzung zwischen Fußballern gekommen war. © Stephan Schütze (Archiv)

Über einen „hektischen Spielverlauf“ berichtet die Dortmunder Polizei nach einem Fußballspiel in der Kreisliga A am Sonntag (16.9.). Auf dem Sportplatz an der Dörwerstraße in Nette waren Kicker des SC Osmanlispor und des SV Westfalia Huckarde aneinandergeraten. Die Partie endete 1:1. Nach dem Abpfiff ging es jedoch weiter: Die Polizei reagierte auf eine „handfeste Auseinandersetzung der Fußballer“. Zeugen berichteten von „tumultartigen Szenen“. „Es soll zu Schlägen und Tritten zwischen Kickern beider Mannschaften gekommen sein“, steht im Polizeibericht. Der Schiedsrichter sei in die Kabine geflüchtet. Gründe für die Auseinandersetzung kennt die Polizei nicht.

100 Zuschauer auf dem Platz

Als die Polizei den Sportplatz erreichte, waren noch etwa 100 Zuschauer, Trainer und Spieler sowie der Schiedsrichter vor Ort. Zu dem Zeitpunkt habe sich die Lage wieder beruhigt. Die Polizei räumte den Platz und ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. In einem Fall verzichtete ein verletzter Fußballer auf die Strafverfolgung durch die Polizei. Das gab er den Beamten auch schriftlich.

SC Osmanlispor ist nicht zum ersten Mal bei einem Fußballspiel negativ aufgefallen. Bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft Ende 2016 gab es bereits Ärger.

Kreissportgericht untersucht den Fall

Ermitteln wird auch der Fußball- und Leichtathletikverband. Der Verband kann Sanktionen aussprechen. Zuvor verhandelt das Kreissportgericht über den Fall. „Die sind sehr erfahren und machen das sehr gut“, sagte der Hans-Jürgen Grondziewski vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. „Einzelne Spieler und ganze Teams können gesperrt werden und auch Geldstrafen sind möglich“, sagte der Vorsitzende. Wie ein Gericht der Justiz befragt das Kreissportgericht auch Zeugen. Das können Spieler, Zuschauer und der Schiedsrichter sein. Grundlage dafür ist die sseit einem Jahr gültige Rechts- und Verfahrensordnung.

Das Kreissportgericht besteht aus bis zu vier ehrenamtlichen Richtern, die aus der Fußballszene stammen.
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