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Polizist beleidigt und schlägt - Geldstrafe

Nordstadt-Kontrolle

Ausgerechnet ein Polizist ist am Mittwoch vom Dortmunder Amtsgericht zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Laut Urteil hat der Beamte eine Kioskbetreiberin als "Prostituierte" beleidigt und dem 18-jährigen Sohn der Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 06.06.2012

Der Angeklagte gehörte zu einer Polizeieinheit, die am 11. Juli 2011 auf der Dortmunder Mallinckrodtstraße eine groß angelegte Kontrolle durchführte. Dazu wurden alle Personen zu einer Sammelstelle gebracht und überprüft. Ziel war das Aufspüren illegaler Prostituierter aus Bulgarien.

Die Kioskbetreiberin hatte zwar sofort ihren deutschen Personalausweis gezeigt, musste aber trotzdem mitkommen. Als sie sagte, dass sie auf der Mallinckrodtstraße ein Gewerbe betreibe hat der Polizist nach eigener Einlassung gesagt: „Was für ein Gewerbe? Als Prosti?“ Als Beleidigung wollte der Beamte seine Äußerung jedoch nicht verstanden wissen. „Es tut mir Leid, wenn es da Missverständnisse gegeben habe“, sagte er am Mittwoch. Auch der Schlag in das Gesicht des Jugendlichen sei nur ein Reflex gewesen – keine Absicht. Das sah das Gericht jedoch anders. Schließlich hätten auch Unbeteiligte den Schlag gesehen. Allerdings sei die Situation sicherlich sehr angespannt gewesen.

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