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Privates Angebot fürs Klinikum

DORTMUND Mit einem konkreten Angebot geht der private Krankenhaus-Konzern Helios mit Sitz in Berlin in die Offensive. Helios will das defizitäre Klinikum von der Stadt, dem einzigen Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, übernehmen, neu bauen und damit an einem Standort bündeln.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 04.12.2007
Privates Angebot fürs Klinikum

Das Klinikum Dortmund ist weiter ein Streitobjekt.

Der jüngste Vorstoß spaltet bereits die politischen Parteien vor Ort. Wer bietet mehr? Das defizitäre Klinikum lockt nicht erst seit gestern private Krankenhaus- Betreiber in Scharen an. „Ist ja nicht das erste Mal“, war jetzt der lakonische Kommentar vom Aufsichtsratsmitglied Daniela Schneckenburger (Grüne) auf das jüngste Angebot der Helios Kliniken (Sitz in Berlin). Und: „Das ist jetzt keine Debatte.“

Im nicht öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses hatte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums bestätigt, dass ein konkretes Angebot von Helios vorliege, geschickt an alle Fraktionsvorsitzenden.

Sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau

In Eckpunkten sieht das Angebot vor: Konzentration auf nur einen Standort an der Münsterstraße, am Klinikzentrum Nord also. Neubau für 250 bis 350 Millionen Euro, Steigerung der Patientenzahlen von jetzt rund 53.000 im Jahr auf 62.000. Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für drei Jahre, sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau, Erhalt des Klinikums als Haus der Maximalversorgung und als akademisches Lehrkrankenhaus.

Der Stadt bliebe die Wahl zwischen einer unternehmerischen und einer strategischen Partnerschaft. Bei letzterer Variante würde die Stadt nur 5,1 % der Anteile und ein Vetorecht behalten. Helios würde die gesamten Baukosten alleine stemmen und einen Sozialfonds in Höhe von 50 Millionen Euro bereit stellen.

Über die Reaktionen in den Ratsfraktionen lesen Sie mehr in der Mittwoch-Ausgabe. 

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