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"Protest muss friedlich sein"

Nach Nazi-Angriff

Mit spürbarem Protest „aus der Mitte der Gesellschaft“ hofft Oberbürgermeister Ullrich Sierau am 4. September den in Dortmund demonstrierenden Neo-Nazis eine unmissverständliche Botschaft übermitteln zu können.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 27.08.2010

„Euch wollen wir nicht. Als Demonstranten aus anderen Städten nicht und auch die nicht, die als Rechtsextremisten in dieser Stadt wohnen.“ Sierau betonte am Donnerstag, dass Dortmund eine internationale Stadt ist. „Wir haben kein Interesse an Diskriminierung – und das werden wir deutlich machen“, so der Oberbürgermeister.   Eine Klarstellung ist ihm wichtig: Der Protest der Dortmunder müsse friedlich ausfallen. Darum bat gestern auch Friedrich Stiller vom Referat für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche. Dortmund müsse in einem „breiten Bündnis einen gewaltfreien und demokratischen Protest“ hinlegen.

Der in diesem Jahr gegründete Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus werde dazu beitragen. Der jüngste Angriff der Neonazis auf der Brückstraße sei Teil der Strategie der Szene. „Mit solchen Aktionen wollen die Extremisten bundesweit die Aufmerksamkeit ihrer Kameraden erzeugen, um sie zur Demonstration zu bewegen. Ich appelliere gerade jetzt an die jungen Leute: Bewahrt einen kühlen Kopf, lasst euch nicht provozieren“, so Stiller.   Sonst werde die Lage unnötig aufgeheizt. Der Pfarrer forderte zudem die Polizei auf, in den nächsten Tagen mit größter Aufmerksamkeit aufzupassen. Der deutsche Gewerkschaftsbund und die Stadt bereiten eine Demonstration vor. Dienstag nächster Woche soll die Öffentlichkeit über Details informiert werden. Wie die Polizei den Großeinsatz bewertet und vorbereitet, erläutert Einsatzleiter Dieter Keil am Donnerstag (2.9.) auf einer Pressekonferenz. 

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