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Protest und Volksfest rund um den "Bierkasten"

Rückblick 20 Jahre Rathaus

DORTMUND Es war gewissermaßen die Krönung des ersten City-Programms der 80er Jahre: Vor genau 20 Jahren wurde das Rathaus am Friedensplatz eröffnet. Damals umstritten ist es heute unbestritten der Nabel der Dortmunder Politik-Welt.

von Von Oliver Volmerich

, 16.06.2009

Wie immer, wenn es um Geld geht, war das Vorhaben heftig umstritten. Auf 46 Mio. Mark waren die Kosten 1985 taxiert worden, 61,9 Mio. Mark verschlang der Neubau des Rathauses am Ende, weitere 10,5 Mio. Mark die Neugestaltung des Friedensplatzes. Ein Ensemble, das jüngst von Architektur-Vertretern noch heftig kritisiert wurde. Die vergangenen zwei Jahrzehnte haben entgegen der Kritik aus dem Elfenbeinturm allerdings gezeigt, dass der "Bierkasten", wie das Rathaus wegen seiner quadratischen Form spöttischen genannt wird, bei den Bürgern durchaus akzeptiert ist. Hunderte Ausstellungen, Konzerte und Feste fanden seitdem in der Bürgerhalle statt, tausende Trauungen gingen hier über die Bühne. Und auf dem Friedensplatz wird nicht nur zu WM-Zeiten und BVB-Siegen kräftig gefeiert. Als Haus des Rates und der Bürger war es vom Düsseldorfer Architekturbüro Kälberer konzipiert worden. Herzstück ist denn auch neben dem Ratssaal die Bürgerhalle für öffentliche Veranstaltungen. Im Juni 1985, in wirtschaftlich schwieriger Zeit, war der Bau beschlossen, im Januar 1987 mit den Bauarbeiten begonnen worden. Am 16. Juni 1989 wurde das Rathaus dann mit einem Bürgerfest eröffnet.  15.000 Dortmunder nutzten die Gelegenheit, begleitet von 100 Protestlern zum ersten Mal einen Blick in den Bierkasten zu werfen. "Dieses Haus mit seine Ecken und Kanten ist geradezu ein Symbol für uns, für die Menschen dieser Stadt und dieser Region", stellte Oberbürgermeister Günter Samtlebe bei der Eröffnung mit Ministerpräsident Johannes Rau fest.

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