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RB43 zwischen Wanne-Eickel und Dortmund im 30-Minuten-Takt

Emschertalbahn soll ab 2020 häufiger fahren

Einmal in der Stunde pendelt Emschertalbahn in einem weiten Bogen durch den Dortmunder Westen und verbindet den Hauptbahnhof mit dem nordwestlichen Ruhrgebiet. Zwischen Wanne-Eickel und Dortmund Hauptbahnhof soll der RB43 ab 2020 häufiger fahren.

Dortmund

, 27.02.2018
RB43 zwischen Wanne-Eickel und Dortmund im 30-Minuten-Takt

Vor allem bei Pendlern ist die Emschertalbahn auf dem Abschnitt bis Wanne-Eickel sehr beliebt. © Stephan Schuetze

Sie verbindet den Dortmunder Hauptbahnhof mit Dorsten. Einmal in der Stunde pendelt die Regionalbahn 43 – im Volksmund „Emschertalbahn“ – in einem weiten Bogen durch den Dortmunder Westen, verbindet Huckarde, Rahm, Marten, Lütgendortmund, Bövinghausen und im weiteren Verlauf die Castroper Innenstadt mit dem nordwestlichen Ruhrgebiet. Eine vor allem bei Pendlern beliebte Strecke.

Aber nicht nur. Gisela Steinmeier ist 70 Jahre alt und lebt seit ihrer Geburt in Bövinghausen. Das Auto haben sie und ihr Ehemann abgeschafft. Die Bahnverbindung ist nahezu optimal. „Man ist schnell in der Stadt, viel schneller als mit dem Bus“, erzählt sie im Gespräch mit der Redaktion. „Mindestens einmal in der Woche nutzen wir die Bahn. Und auch wenn wir in den Urlaub fahren, sind wir schnell am Hauptbahnhof“, ist Gisela Steinmeier zufrieden.

Allein: der Takt. Die Züge verkehren nur einmal in der Stunde, am Sonntag nur alle zwei Stunden. „Etwas häufiger wäre optimal. Dann brauchen wir den Bus nicht mehr“, sagt Gisela Steinmeier. Und da hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine gute Nachricht: „Der 30-Minuten-Takt der RB43 zwischen Wanne-Eickel und Dortmund Hauptbahnhof ist Bestandteil des aktuellen VRR-Nahverkehrsplans“, teilt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Die Maßnahme gehört zu den Planungen, die nach 2020 angestrebt werden.“

Weitere Fahrgastpotenziale aktivieren

Ein Grund dafür dürfte die gute Auslastung der Emschertal-Bahn sein, die auch Gisela Steinmeier festgestellt hat. „Das Angebot wird sehr gut angenommen. In Lütgendortmund und Marten steigen viele Leute ein.“

Fahrgastzahlen des VRR bestätigen eine hohe Nutzung – vor allem im östlichen Streckenabschnitt. Nur 650 Fahrgäste nutzen den westlichen Streckenabschnitt zwischen Dorsten und Wanne-Eickel. „Im Bereich Castrop-Rauxel liegt die tägliche Durchschnittbelastung der RB43 bei rund 1150 Fahrgästen, im Bereich Bövinghausen bei rund 1300 Fahrgästen“, teilt Sabine Tkatzik mit. „Der VRR geht davon aus, dass durch einen 30-Minuten-Takt zwischen Wanne-Eickel und Dortmund Hbf weitere Fahrgastpotenziale aktiviert werden können und zu einem Fahrgastanstieg führen.“

Defizit an Nord-Süd-Verbindungen

Pendler beklagen immer ein Defizit an Nord-Süd-Verbindungen im Ruhrgebiet. Die Hauptachsen Dortmund-Bochum-Essen-Duisburg und Dortmund-Gelsenkirchen-Oberhausen-Duisburg führen mit kurzen Takten von West nach Ost.

Anders die Emschertalbahn: Sie verbindet auf einzelnen Streckenabschnitten – etwa im Dortmunder Westen – nördliche und südliche Bereiche. VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik sagte gegenüber unserer Redaktion: „Der VRR ist insgesamt bestrebt, die Nord-Süd-Verbindungen im Ruhrgebiet zu stärken.“

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