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Radschnellweg im Kreuzviertel könnte schon 2018 entstehen

Neuer Routen-Vorschlag

Die Entscheidung über den endgültigen Verlauf des Radschnellwegs Ruhr durch Dortmund rückt näher: Für die nächste Ratssitzung am 13. Juli hat die Verwaltung jetzt ihren aktuellen Vorschlag auf den Tisch gelegt. Findet er eine Mehrheit, könnte ein erstes Stück schon 2018 realisiert werden - und das im kritischsten Teil des Radschnellwegs, im Kreuzviertel.

DORTMUND

, 06.06.2017
Radschnellweg im Kreuzviertel könnte schon 2018 entstehen

Die Sonnenstraße im Kreuzviertel.

Hier sollen sich die Sonnenstraße und die Große Heimstraße in Fahrradstraßen verwandeln, in denen dann Radler Vorfahrt vor Autos haben. Für die Große Heimstraße hatte die Bezirksvertretung Innenstadt-West bereits die Umwandlung in eine Fahrradstraße beschlossen, der dann vor allem Parkplätze in zweiter Reihe zum Opfer fallen.

Der Umbau-Aufwand wäre ansonsten überschaubar. In erster Linie müssten hier Fahrbahndecken erneuert sowie Markierungen und Schilder angebracht werden, erklärte Planungsdezernent Ludger Wilde am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. Schon jetzt sei die Große-Heim-Straße mit 600 Radlern täglich eine wichtige Verbindung vom und zum Uni-Campus.

 

Die jetzt geplante Route des Radschnellwegs durch das Kreuzviertel (zoomen Sie heraus, um den kompletten Verlauf durch Dortmund zu sehen):

 

Direkte Verbindungen ohne Schleifen und Abzweigungen

Wie im Kreuzviertel setzen die Verkehrsplaner bei der Führung des Radschnellweges sonst ebenfalls auf direkte Verbindungen ohne Schleifen und Abzweigungen. Im Westen des Stadtgebiets soll der gut ausgebaute Radweg im Bereich Kley und Oespel zunächst der Trasse der S-Bahn-Linie 1 folgen, später im Bereich Universität der Bundesstraße 1.

Nach der Überquerung der Schnettkerbrücke auf der Nordseite der B1 geht es dann südlich um den Südwestfriedhof herum auf die Große-Heim-Straße. Im Verlauf der Sonnenstraße sollen Hohe Straße und Ruhrallee mit später zu bauenden Brücken überquert werden. Von hier an folgt der Radschnellweg im Wesentlichen der Trasse der S-Bahn-Linie 4, wobei es dafür im Bereich Körne und Wambel noch Untersuchungsbedarf gibt.

Kosten für Stadt gesenkt

Fest steht bereits, dass weite Teile der Strecke vom Land als sogenannter Baulastträger übernommen werden – und damit auch die Kosten. Die Stadt ist nur für kleine Abschnitte im Bereich Oespel, in der Innenstadt sowie in Asseln und Wickede zuständig. Die Kosten dafür werden auf gerade einmal vier Millionen Euro geschätzt, von denen das Land dann ebenfalls 85 Prozent übernimmt. Der Eigenanteil der Stadt läge dann nur noch bei rund 500.000 Euro, rechnete Wilde vor.

Damit wäre ein gewichtiges Argument in der bisherigen politischen Diskussion gegen den Radschnellweg vom Tisch. In den nächsten Wochen wird nun in Ausschüssen und Bezirksvertretungen beraten, bevor am 13. Juli der Rat über die Zukunft des Radschnellwegs in Dortmund entscheidet.

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