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Rätselhafte Gewalt - Familienvater vor Gericht

Dortmunder Amtsgericht

Eine rätselhafte Gewalttat beschäftigt seit Dienstag das Dortmunder Amtsgericht. Angeklagt ist ein dreifacher Vater aus der Nordstadt. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung. Der 31-Jährige erklärte zum Prozessauftakt jedoch: "Ich wollte eigentlich nur Gutes tun."

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 10.08.2010

Die Tat passierte in der Nacht auf den 7. Februar an der Schützenstraße. Der Angeklagte kam im dunklen BMW, wollte sein Glück in einer Spielhalle versuchen. Doch kaum hatte er sein Auto verlassen, eskalierte die Situation.

Das Opfer erinnerte sich im Zeugenstand so: „Ich kam aus der Kneipe, hatte ein Taxi bestellt. Plötzlich kam der Angeklagte und hat mich geschlagen und getreten.“ Einen Anlass gab es angeblich nicht. Und gesprochen wurde auch nicht. Damit sieht die Tat fast nach einer Strafaktion aus. Aber hat der Täter vielleicht den Falschen erwischt? War es eine Verwechselung? Fakt ist: Der Angeklagte war damals nicht nur am Tatort, sondern auch mittendrin.

Nach seiner Einlassung hat er jedoch nur geschlichtet. Zwei Männer hätten sich geprügelt – da sei er dazwischen gegangen. Zum Prozess hatte er übrigens gleich seine halbe Familie mitgebracht: Vater, Mutter, Schwester und Sohn. Dazu sagte er wörtlich: „Wenn ich schuldig wäre, wäre ich mit einem Anwalt gekommen. So bin ich mit meiner Familie da.“ Der Prozess wird mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

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