Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rapper-Konzert abgesagt: Polizei muss Fantreffen sichern

Streit in der Szene

Schüsse auf eine Bar in der Nordstadt stehen in einem Zusammenhang mit einer aktuellen Konzertabsage im Freizeitzentrum West in Dortmund. Den Hintergrund bildet ein Streit unter Rappern. Die Arbeit der Polizei geht über die Ermittlungen einer Mordkommission hinaus. Am Freitagabend versammelten sich Fans unter Beobachtung der Polizei an der Münsterstraße.

DORTMUND

, 23.02.2017
  • Streit unter Rappern: Schüsse auf die Bar-Cardi-Lounge in der Nordstadt

  • Behörden befürchten Gewalt bei Konzert im FZW

  • Rapper Miami Yacine sagt Konzert ab

  • Polizei erhöht Zahl der Einsatzkräfte

  • Todesdrohungen gegen Rapper

  • Fantreffen am Abend

 

Aktualisierung Dienstag, 09.36 Uhr: Taxifahrer gesucht

Die Ermittlungen nach dem Täter sind bisher erfolglos geblieben, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung. Der Tatverdächtige sei Zeugenangaben zufolge nach der Tat am 22. Februar gegen 14.12 Uhr  an der Enscheder Straße 20 in ein Taxi gestiegen. Das Taxi hatte ein Dortmunder Kennzeichen. Der Taxifahrer wird gebeten, sich unter Tel. (0231) 1327441 zu melden und eine Zeugenaussage abzugeben.

Aktualisierung Freitag, 19.16 Uhr: Rapper hat Szenerie verlassen

Der Pulk in der Münsterstraße löst sich auf. Rapper Miami Yacine hat die Szenerie verlassen. Als er kurz beim Einsteigen ins Auto gesehen worden war, brandete Jubel auf. Die Fans verlassen nun den Treffpunkt.

Aktualisierung Freitag, 19.03 Uhr: Autogrammjäger

Noch immer warten vor Menschen vor dem Lokal Jimmy Jimsen in der Münsterstraße auf ein Autogramm von Rapper "Miami Yacine". Vor allem Kinder und Jugendliche sind darunter. Am Lokal sind allerdings die Rollläden heruntergelassen worden. Davor stehen abfahrbereite Fahrzeuge, die aber wegen des Menschen-Pulks nicht fahren können. Ordner, die durchgreifen oder Informationen gibt es nicht. Die Polizei beobachtet die Szenerie weiter.

Aktualisierung Freitag, 18.40 Uhr: Viel Polizei vor Ort

Die Polizei sichert derzeit mit einem großen Aufgebot die Münsterstraße. Bereitschaftspolizisten tragen Maschinenpistolen. Sie beobachten die Szenerie. Dort gibt es an dem Lokal Jimmy Jimsen das von Rapper "Miami Yacine" angekündigte Fantreffen. Viele junge Männer sind darunter. Unser Reporter beschreibt die Szenerie als ruhig. Die Polizei beobachtet das Ganze. Eine große Gruppe junge Männer hat den Bereich verlassen, zurück blieben junge Fans des Rappers, die auf ein Autogramm hoffen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Polizei sichert Rapper-Fantreffen

Großes Polizeiaufgebot bei einem Fantreffen der Rapperszene. Polizisten mit Maschinenpistolen sichern die Szenerie.
24.02.2017
/
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Polizei Einsatz in der Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hier treffen sich Fans eines Rappers.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte Dortmund

Aktualisierung Freitag, 16.20 Uhr: Rapper mit einem Auto angefahren

Mehr Details werden bekannt: Der Rapper "Miami Yacine" ist am Dienstag (21.2.2017) auf der Straße "Londoner Bogen" im Wohn- und Geschäftsquartier "Stadtkrone Ost" (Schüren) von Unbekannten mit einem Auto angefahren worden. Maskierte Männer sind dann ausgestiegen und haben ihn mit einem Gegenstand verletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Gegen den Rapper sind vorher auch Drohungen ausgesprochen worden: "Wir zerstören dein Leben, es werden Steine regnen, Miami Yasmin komm ins Café, wir müssen reden", heißt es bei Facebook. Einen Tag nach dieser Veröffentlichung fielen auf der Stahlwerkstraße in der Nordstadt mehrere Schüsse.

Aktualisierung Freitag, 11.44 Uhr: Gefahr für öffentliche Sicherheit

Die Polizei erklärt in einer Pressemitteilung, wie die Absage des Konzerts im FZW durch den Veranstalter zustande gekommen ist. "Polizeiliche Erkenntnisse rundum das geplante Konzert" hätten am Donnerstag "eine akute Neubewertung der Sicherheitslage" erfordert. Die Polizei, das Ordnungsamt der Stadt Dortmund und der Geschäftsführer des FZW vereinbarten laut Polizei einvernehmlich die Auflagen zum Schutz der Konzertgäste. Der FZW-Geschäftsführer habe dann die Absage beschlossen. "Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung waren zuvor für die Polizei der Anlass, die Stadt zu bitten, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen durch den Veranstalter zu veranlassen", berichtet die Polizei. Sie ist dankbar dafür, dass das Konzert abgesagt worden ist.

Die Polizei begründet ihre Bedenken auch mit einem Auftritt des Rappers Miami Yacine Ende 2016 in Schüttorf in Niedersachsen. Vor einem Hotel seien scharfe Schusswaffen gefunden worden. Schon damals konnten Gewalttaten mit dem Einsatz von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei berücksichtigte bei ihren Ermittlungen auch, dass der Rapper "erst kürzlich in Dortmund Opfer einer gefährlichen Körperverletzung geworden ist". Er soll am Dienstag (21.2.) angegriffen und verletzt worden sein.

Aktualisierung Freitag, 11.26 Uhr: Mehr Polizei in der Innenstadt

Nach der Absage des Konzerts im FZW durch den Veranstalter kündigte der Rapper Miami Yacine am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht via Facebook einen "Fantreff" an - "mindestens einen Fantreff". Wo und wann, lässt er offen. Wegen der Karnevals-Kirmes ist die Dortmunder Polizei am Freitagabend ohnehin schon mit mehr Einsatzkärften in der Innenstadt unterwegs. Ein Sprecher der Polizei sagte am Vormittag, dass wegen nicht vorhersehbarer Ereignisse in der Rapper-Szene die Zahl der Polizisten noch einmal erhöht werde. "Es kann alles friedlich bleiben, aber wir müssen auch mit anderen Situationen rechnen", sagte der Polizeisprecher. Turbulente Einsätze mit Rappern musste die Polizei bereits in Eving und in der Innenstadt bewältigen.

Aktualisierung Freitag, 10.12 Uhr: Noch kein Verdächtiger nach den Schüssen

Die Staatsanwaltschaft berichtet, dass die Mordkommission nach den Schüssen auf die Bar in der Stahlwerkstraße keine weiteren belastbaren Zeugenaussagen erhalten hat. "Wir haben noch keinen Tatverdächtigen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Aktualisierung Freitag, 9.50 Uhr: "Schutz vor Gefahren für Leib und Leben"

Die Polizei hatte am Donnerstag offenbar Informationen über eine weitere Austragung des Streits unter den Rappern und deren Fans, so dass die von den Konzertveranstaltern im FZW zu erfüllenden Auflagen durch die Stadt Dortmund deutlich erhöht worden sind. Dabei ging es um den Schutz vor Gefahren für Gesundheit und Leben. Sicherheitspersonal sollte dafür Sorge tragen, dass Konzertbesucher keine Schusswaffen, Schlagstöcke, Messer, Quarzsandhandschuhe und Pfefferspray in die Konzerthalle einschleusen können. Die einen Tag vor dem Konzert angeordneten Auflagen und Anforderungen der Stadt Dortmund an das Sicherheitspersonal waren so hoch, dass sie so kurzfristig nicht umsetzbar waren. Sie sprechen eine deutliche Sprache: Polizei und Ordnungsamt rechneten mit Gewalttaten.

Aktualisierung Freitag, 9.05 Uhr: Streit unter Rappern eskaliert

Die Absage eines Konzerts des Rappers Miami Yacine im Freizeitzentrum West in Dortmund steht in einem Zusammenhang mit den Schüssen auf die Bar-Cardi-Lounge auf der Stahlwerkstraße in der Dortmunder Nordstadt. Hinweise auf einen Zusammenhang verdichteten sich am Donnerstag, also einen Tag nach den Schüssen in der Stahlwerkstraße. Im Hintergrund spielt sich eine Fehde unter den Rappern "18 Karat" und "Miami Yacine" ab. Beide wohnen in Dortmund. Sie tragen ihren Streit und Provokationen offen im Internet aus, auch bei Facebook. Der Rapper Miami Yacine behauptete in der Nacht zu Freitag (24.2.2017), dass bereits ein Anschlag auf ihn verübt worden sei. Derzeit können wir noch nicht erklären, wer für die Schüsse auf die Bar in der Stahlwerkstraße verantwortlich ist und wem genau sie galten.

Aktualisierung Donnerstag, 11.42 Uhr: Betroffene berichten von den Schüssen

Der Täter stand an einem Baum, als er die Schüsse auf die drei Fenster des Cafés abfeuerte. Die Kriminalpolizei hat die Einschusslöcher in den Scheiben, an den Fensterrahmen und die Treffer in der Bar mit Zahlen markiert. "Ich saß in einem Sessel und hörte einen Knall, so, als wäre Silvester. Dann fielen immer mehr Schüsse", berichtet eine Angestellte. Ihr großes Glück: Sie saß nicht in der Schusslinie. Andere Gäste, die in der Bar an den Tischen unter den Fenstern saßen, hatten großes Glück. Die Schüsse verfehlten ihre Köpfe nur knapp. "Ich saß gebeugt über einem Handy und habe einen Videofilm gesehen", sagt ein Gast über die Schrecksekunde.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Schüsse auf die Bar-Cardi-Lounge

Auf einer Bar in der Stahlwerkstraße in der Dortmunder Nordstadt sind mehrere Schüsse abgefeuert worden. Die Gäste hatten großes Glück, niemand wurde verletzt. Eine Mordkommission ermittelt.
23.02.2017
/
Von der Polizei markiertes und vermessenes Einschussloch auf einem der drei Fenster.© Foto: Peter Bandermann
Die "BarCardi" in der Stahlwerkstraße in der Dortmunder Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
© Foto: Peter Bandermann
Das Café ist umgeben von Mehrfamilienhäusern.© Foto: Peter Bandermann
Die "BarCardi" in der Dortmunder Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Eine Videokamera filmt den Bereich vor dem Café, erfasste den Täter aber nicht.© Foto: Peter Bandermann
Einer von mindestens fünf Treffern, die drei Fensterscheiben durchschlugen. Teilweise sind die Scheiben schwarz abgeklebt.© Foto: Peter Bandermann
Die Patronen trafen keine Gäste. Sämtliche Fenster rmüssen ausgetauscht werden.© Foto: Peter Bandermann
Eine Patrone schlug ins Holzder Theke gegenüber von den Fenstern.© Foto: Peter Bandermann
Treffer in einer Wand.© Foto: Peter Bandermann
Treffer Nummer 5.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte "44137-Dortmund, Nordstadt,

Die Schüsse schlugen in der Theke ein. Eine Patrone traf einen Spielautomaten und wurde gegen eine Wand umgeleitet. Erklären kann die Tat keiner der Gäste, auch der Inhaber nicht. Der Tatort liegt in einem Wohngebiet, die Bar ist umgeben von Mehrfamilienhäusern. Schräg gegenüber liegt eine Kindertagesstätte.

So haben wir am Donnerstag zuerst berichtet: Die Täterbeschreibung

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag in einer Pressemitteilung erklären, hat sich der Vorfall am Mittwochnachmittag um kurz nach 14 Uhr an der Stahlwerkstraße abgespielt. Demnach schoss ein bislang unbekannter Mann mehrfach auf das Café "BarCardi". 

Im Lokal befanden sich mehrere Personen, von denen niemand verletzt wurde. Die Fensterscheiben wurden durch die Projektile beschädigt. Eine Mordkommission wurde eingesetzt. Staatsanwalt Henner Kruse sagte auf Nachfrage: „Bisher vernommene Zeugen sagen nichts Plausibles. Wir haben nur vage Angaben.“

Der Schütze wurde von Zeugen wie folgt beschrieben:

  • 25 bis 35 Jahre alt
  • 1,80 - 1,85 Meter groß
  • schlanke Statur
  • dunkler Dreitagebart
  • schwarzer Kapuzenpulli
  • Blue Jeans

Wir berichten nach.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt