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Raubüberfälle - Prozess beginnt mit Geständnis

Landgericht Hagen

Eine Serie von brutalen Raubüberfällen in Dortmund und Schwerte beschäftigt seit heute das Landgericht Hagen. Angeklagt sind vier junge Männer (16 bis 23 Jahre). Einer legte zu Prozessbeginn ein Geständnis ab.

DORTMUND/HAGEN

von Von Martin von Braunschweig

, 16.08.2010

In unterschiedlicher Beteiligung sollen die Angeklagten an mindestens fünf Raubzügen beteiligt gewesen sein. Im November 2009 wurde ein Autohändler nachts in Dortmund überfallen und mit Pfefferspray attackiert. Die Täter lockten ihn zu einer abgelegenen Stelle in Wellinghofen und wollten ihm 3000 Euro rauben. Der Plan schlug jedoch fehl. Bis zur Festnahme der Angeklagten im Februar kam es zu weiteren Überfällen auf einen Kiosk, eine Spielhalle und einen Aldi-Markt in Schwerte sowie auf eine Filiale der Fruchtbörse in Aplerbeck.

Alleine dort machten die Täter fast 6000 Euro Beute. Insgesamt sollen sie rund 20.000 Euro geraubt haben. Zu Prozessbeginn gab ein 17-jähriger Maler seine Tatbeteiligung unumwunden zu. „Wir brauchten halt Geld“, antwortete er fast schon provokant, nachdem die Richterin ihn nach seiner Motivation gefragt hatte. Der Jugendliche war erst wenige Tage vor dem Überfall auf den Autohändler aus dem Jugendgefängnis entlassen worden. Dort hatte er fast anderthalb Jahre wegen anderer Raubüberfälle verbüßt. Bei den Taten hatten er und seine mutmaßlichen Komplizen stets Pfefferspray oder Softair-Pistolen verwendet. Die übrigen Angeklagten wollen sich erst später zu den Vorwürfen äußern.

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