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Reibach mit Gutschein-Idee: Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung

DORTMUND Ein 66-jähriger Steuerhinterzieher ist am Montag vom Dortmunder Amtsgericht zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Es war bereits sein 17. Prozess. Der Angeklagte hatte nach eigenen Angaben die Lizenz für die Dortmunder Restaurantgutschein-Bücher verkauft. Die 58.000 Euro, die er dafür in bar erhalten haben will, wurden nicht versteuert.

von Von Jörn Hartwich

, 11.08.2008

Da der 66-Jährige unter laufender Bewährung stand (er hatte einer Galerie drei Gemälde abgeluchst) hatte das Gericht eigentlich an eine Gefängnisstrafe gedacht. Schließlich hat der 66-Jährige bislang nichts unternommen, um seine Schulden abzubezahlen. Ganz im Gegenteil: Im Prozess vermittelte er eine ausgeprägte „Ist-mir-egal-Haltung“. Er werde ohnehin nie in der Lage sein, alle Schulden zu tilgen, erklärte er dem Gericht. Jeder Euro sei daher nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt sollen sich seine Verbindlichkeiten auf rund 30.000 Euro belaufen. Der Großteil der Summe kam durch Straftaten zustande. Sollte der 66-Jährige auch die 3000 Euro Geldstrafe nicht bezahlen, muss er für 150 Tage ins Gefängnis.

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