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Rentner will Orientierung in der Thier-Galerie verbessern

Dortmunder Einkaufszentrum

Die Thier-Galerie in der Innenstadt lockt jeden Tag tausende Kunden an. Doch viele Menschen, die das Einkaufszentrum zum ersten Mal betreten, haben Probleme mit der Orientierung. Rentner Heinz Maintz hat einen Verbesserungsvorschlag.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 12.04.2012
Rentner will Orientierung in der Thier-Galerie verbessern

Centermanager Alexander Crüsemann erläutert Heinz Maintz anhand des Lageplans, wie sich der Rentner im Einkaufscenter orientieren kann. Maintz überzeugen die Argumente nicht, er fände eine Nummerierung an den Geschäften sinnvoll.

Der Weg ist das Ziel, heißt es, stimmt aber nicht immer. Mancher Kunde der Thier-Galerie möchte einfach nur ankommen – in dem Geschäft seiner Wahl oder an einem bestimmten Ausgang. Das klappt nicht unbedingt. Wie bei Heinz Maintz und seiner Frau. Vor einiger Zeit besuchten sie das Einkaufscenter. Sie suchten das Schmuckgeschäft Pandora. „Wir sind unverrichteter Dinge wieder gegangen. Ich war richtig stinkig, weil wir uns so verlaufen haben“, sagt der 74-Jährige. Auf Initiative der Ruhr Nachrichten trug der Rentner seine Kritik Centermanager Alexander Crüsemann vor.Der zeigt durchaus Verständnis für gewisse Orientierungsprobleme. Bei der Größe des Gebäudes, drei Verkaufsebenen, zwei Zwischengeschossen und dem Dreieck mit der Haus-im-Haus-Variante könne es schon mal verwirrend sein. „Die Wegeführung ist aber absolut gängig.“ Darüber hinaus gebe es rund 45 Lagepläne in der Galerie, die Kundeninformation sei ständig besetzt, der Sicherheitsdienst könne gefragt werden und die Galerie verteile Informationsblätter, um für Durchblick zu sorgen.

Maintz hat einen konkreten Verbesserungsvorschlag: Die Nummern der Geschäfte, die auf den Lageplänen eingezeichnet sind, sollten sich an den jeweiligen Läden wiederfinden. „Die Läden verändern sich, vergrößern sich oder ziehen in eine andere Etage“, sagt der Centermanager. Dadurch würde sich eine Nummerierung ständig verändern und keinen Sinn machen. Eine Argumentation, die Maintz nicht nachvollziehen kann. Wenn die Nummern in den Lageplänen sich an den Geschäften nicht wiederfänden, brächten ihn die Tafeln auch nicht weiter.

Ob die schwierige Orientierung nicht vielleicht Absicht sei, damit die Kunden länger in der Galerie verweilen, provoziert Maintz. Crüsemann bleibt entspannt: „Jeder Besucher, der verärgert die Galerie verlässt, ist ein Besucher zu viel.“

Das Centermanagement sei immer offen für Anregungen. Dass die Ausgänge Martinstraße und Potgasse nun entsprechend beschriftet seien, sei auf einen Besucherhinweis zurückzuführen. Und die edlen, gelbbraunen Hinweisschilder mit weißer Schrift werden durch Tafeln mit kontrastreicherer Schrift ersetzt, weil die besser zu erkennen sind. „In der Animation sahen die gelbbraunen Schilder gut aus“, sagt Crüsemann, hätten sich in der Praxis aber nicht bewährt. Rund 150 Schilder werden ausgewechselt, damit die Kunden besser durchblicken. Heinz Maintz bleibt dabei: Er will eine Nummerierung der Geschäfte „oder eine andere gute Lösung“. Crüsemann verspricht, weiterhin an einer Optimierung des Centers zu arbeiten, „damit die Besucher sich wohlfühlen“. 

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