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Riesenärger um ein Schwarzes Brett

St.-Josefs-Hospital

Hickhack um eine kleine Tafel: Darf die Gewerkschaft Verdi ein Schwarzes Brett im St.-Josef-Hospital Hörde aufhängen? Der Krankenhausträger wehrt sich heftig dagegen, jetzt landete der Fall vorm Dortmunder Arbeitsgericht.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 14.06.2012
Riesenärger um ein Schwarzes Brett

Das St.-Josefs-Hospital an der Wilhelm-Schmidt-Straße in Hörde.

An einem Urteil des Arbeitsgerichts Dortmund zu einem „Schwarzen Brett“ im St. Josefs-Hospital in Hörde scheiden sich die Geister. Der Richter entschied, das die Gewerkschaft Verdi im Krankenhaus eine Info-Tafel aushängen darf, um über Seminare oder Neuigkeiten aus dem Arbeitsrecht zu informieren. Die Geschäftsführung hatte das Anbringen der Info-Tafel im Vorfeld untersagt.

 Das Urteil sichere den Beschäftigten in den katholischen Krankenhäusern ein Stück weit gewerkschaftliche Informationsfreiheit zu, frohlockt Peter Weber von der Fachgruppe Kirche bei Verdi. „Auch die Rechtssprechung bestätigt immer wieder die Daseinsberechtigung der Bretter aus dem Artikel 9 des Grundgesetzes.“  Das Gericht habe die Argumentation der Krankenhausgeschäftsführung „nicht korrekt gewürdigt“, meint hingegen Thomas Tiemann, Geschäftsführer der St. Lucas Gesellschaft mit 1500 Mitarbeitern, zu der das Hospital ebenso gehört wie das Katholische Krankenhaus Dortmund-West, das St. Rochus-Hospital und das Altenzentrum St. Lambertus in Castrop-Rauxel.

 Es gebe in allen drei Krankenhäusern der St. Lukas Gesellschaft wie auch im zugehörigen Altenheim „Schwarze Bretter“ von den jeweiligen Mitarbeitervertretungen, sagt Tiemann. Die könnten sogar über ein Intranet über ihre Anliegen informieren. Verdi sei hingegen kein Tarifpartner des Hauses und habe daher auch kein Recht, ein „Schwarzes Brett“ anzubringen. Die Lukas-Gesellschaft wird wahrscheinlich die nächste Instanz anrufen.

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