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Ritterorden-Mitglieder zogen über Westenhellweg

Samstagnachmittag in Dortmund

Viele Passanten wunderten sich über die Prozession, die am Samstagnachmittag über den Westenhellweg zog: Männer in langen Mänteln mit rotem Jerusalemkreuz liefen zur Reinoldikirche. In Dortmund tagt der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Mit dabei: Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

DORTMUND

, 30.09.2017

Es war eine eindrucksvolle Prozession, die am Samstagnachmittag im Regen durch Dortmunds City zog: Die Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem schritten in langen Mänteln mit rotem Jerusalem-Kreuz über den Westenhellweg. Im strömenden Regen, und von den verwunderten Blicken neugieriger Passanten in der belebten Fußgängerzone begleitet. An der Spitze des Zuges lief Kardinal Reinhard Marx, deutscher Großprior des Ordens und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz mit, der lange Zeit als Leiter der Kommende in Dortmund gewirkt hat.

Die Ritter sind in friedlicher Mission unterwegs, leisten vielerorts Hilfe

Der Münchener Erzbischof Marx zelebrierte um 16 Uhr in St. Reinoldi den Investiturgottesdienst des Ritterordens, der an diesem Wochenende zu seiner Herbstinvestitur in Dortmund zusammenkommt. 

Die Sicherung der religiösen Heimat der Christen im Heiligen Land ist eines der zentralen Ziele des Ordens. Anders als die Kreuzritter im frühen Mittelalter sind die heutigen Ritter allerdings in friedlicher Mission unterwegs, leisten wertvolle Hilfe in Israel, Jordanien und den palästinensischen Gebieten.

„Unser Ritterorden ist als päpstlicher Laienorden aus einer Pilgerbewegung entstanden“, erklärt der deutsche Statthalter Dr. Detlef Brümmer. Der Orden unterstützt nicht nur die 60 christlichen Gemeinden in der Region, die zum Patriarchat von Jerusalem gehören, sondern auch Schulen, Hospitäler und Heime mit Menschen verschiedener Religionen.

Knapp zwei Millionen Euro fließen dazu in diesem Jahr allein aus der deutschen Statthalterei ins Heilige Land.

20 neue Männer und Frauen als Mitglieder aufgenommen

30.000 Mitglieder zählt der Orden weltweit, 1500 in Deutschland, organisiert in der „Deutschen Statthalterei“ mit Sitz in Köln und untergliedert in sechs Provinzen und 38 Komtureien. Die Komturei St. Meinolphus Dortmund, die vor 65 Jahren entstanden ist, ist nun nach 2004 erneut Gastgeber der Investitur, mit der neue Mitglieder aufgenommen werden.

20 Männer und Frauen wurden nach der Prozession in einem feierlichen Investitur-Gottesdienst in St. Reinoldi neu in den Orden aufgenommen. Dazu erhielten sie aus der Hand von Ordens-Statthalter Dr. Detlef Brümmer und Großprior Kardinal Reinhard Marx Ordenskreuz und Mantel, die Männer zusätzlich einen Ritterschlag.

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