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"Rolls-Royce unter den Transporttieren"

DORTMUND Für die Tiere im Zoo an der Mergelteichstraße "ist Weihnachten ein Tag wie jeder andere", sagt Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter. Keine schöne Bescherung also, denn auf eine Extra-Portion Fleisch, wie manch Hund und Katz sie heute zur Feier des Tages von ihren Besitzern erwarten dürfen, müssen Löwe und Co. verzichten.

von Von Bianca Belouanas

, 26.12.2007
"Rolls-Royce unter den Transporttieren"

<p>Zoochef Dr. Frank Brandstätter. RN-Fotos (2) Reminghorst</p>

Weil die Tiere aber "genau wie an jedem der 365 Tage im Jahr versorgt werden wollen, haben wir auch 365 Tage im Jahr geöffnet", sagt Brandstätter. Nur dass Zoobesucher am Heiligabend um 11 und 13 Uhr außerdem an einer einstündigen Bibel-Führung teilnehmen konnten.

Seit sieben Jahren zeigen Zoodirektor und Mitarbeiter den Besuchern anhand von vier bis fünf Tierarten, dass die Bibel auch zum "zoologischen Nachschlagewerk" taugt. "Weil sie Tiere und Lebensweise der Bibelvölker sehr anschaulich beschreibt", so Brandstätter. Ausgerechnet die meckernden Ziegen seien zu damaliger Zeit eines der wichtigsten Tiere gewesen, da der Beruf des Hirten weit verbreitet war.

Nicht weniger von Bedeutung und als "Statussymbol" und zuverlässiger Lastenträger geschätzt, war der "Rolls-Royce unter den Transporttieren": das Dromedar. Bei der Zooführung erinnern allerdings mongolische Kamele an ihre Art-Verwandten aus der Bibel, die in langen Karawanen Menschen und Handelsgüter durch die Wüste transportierten.

Vor allem Väter und ihre Sprösslinge nutzten das Angebot der Führung an Heiligabend. "Damit die Mütter in Ruhe den Baum schmücken und das Essen vorbereiten können", will Brandstätter beobachtet haben, der die Führung vor allem Erwachsenen und Kindern ab zehn Jahren empfiehlt.

Ob "seine" Tiere in der Nacht von Heiligabend sprechen können, wie es vielfach den Kindern in Österreich und Polen erzählt wird, weiß der Zoodirektor nicht. "Ich hab' davon noch nichts mitbekommen", lacht er.

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