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Sanierung des Liebfrauen-Kirchturms

Großbaustelle

Die Liebfrauenkirche in der westlichen Innenstadt ist im Moment eine Großbaustelle: Innen verwandelt sich das Schiff in eine Grabeskirche, außen wird der Turm saniert.

DORTMUND

von Von Julian Beyer

, 25.08.2010
Sanierung des Liebfrauen-Kirchturms

Noch bis zum nächsten Jahr bleibt die Liebfrauenkirche an der Amalienstraße eingerüstet.

Mit einem offenen Fahrstuhl geht‘s auf das Gerüst, welches den 74 Meter hohen Kirchturm der Liebfrauenkirche umgibt. Weit oben über Dortmunds Dächern arbeiten rund zwölf Handwerker an der Erneuerung des Turms. Die Sanierung hat die denkmalgeschützte Stadtkirche aus dem Jahr 1883 dringend nötig.

Denn der gemauerte Turm – eine kunsthistorische Seltenheit – ist durch Witterungsschäden schwer gezeichnet. In die Hohlräume im Mauerwerk hat sich Wasser gesetzt. Die Ziegelsteine sind ausgewaschen, Unkraut hat sich in den Fugen breit gemacht. Daher müssen 50.000 neue Ziegelsteine her, die 2400 Qudratmeter bedecken werden. Zudem halten vier Eisen-Kreuzblumen das Mauerwerk zusammen, die von Rost befallen sind. Sie müssen abgetragen und restauriert werden. „Ohne die Sanierung würden Teile des Turms in ein paar Jahren wegbrechen“, sagt Bauleiter Wolfgang Piechota. Die Kosten liegen bei 1, 7 Millionen Euro. Im November vor einem Jahr haben die Arbeiten begonnen. Im Frühjahr 2011 soll der Turm fertig sein. „Die Liebfrauenkirche wurde in zwei Jahren erbaut. Das ist Wahnsinn! Wir brauchen eineinhalb Jahre zur Flächensanierung“, sagt Piechota.  

Für die vergleichsweise längeren Bauarbeiten gibt’s aber einen Grund: Aus Sicherheitsgründen dürfen die Handwerker nicht übereinander arbeiten. Der 35-jährige Erwin Segedi ist einer von ihnen. Er ist für die Ausfräsung der Fugen zuständig – in 65 Metern Höhe. Sein Berufsgeheimnis: „Schwindelfrei muss man sein“.

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