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Schauspieler demonstrierten für mehr Raum

Friedensplatz

Was am vergangenen Freitag mit einem Polizeieinsatz auf dem ehemaligen Kronen-Gelände seinen Anfang nahm, setzte sich am Donnerstag mit anderen Mitteln auf dem Friedensplatz fort.

DORTMUND

von Von Andreas Schröter

, 19.08.2010
Schauspieler demonstrierten für mehr Raum

Die Schauspieler des Theaters Lebendich hielten eine Probe mitten auf dem Friedensplatz ab.

Die „Initiative für ein Unabhängiges Zentrum“ und die Schauspieler des Theaters Lebendich probten öffentlich auf dem Friedensplatz, um noch einmal auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: die fehlenden Räume für Kreative bei gleichzeitigem Leerstand von vielen Gebäuden. Der stellvertretende Direktor des neuen Zentrum für Kreativwirtschaft ECCE, Bernd Fesel, gesellte sich zu dem Demonstrierenden und erklärte das Thema zum ECCE-Anliegen. „Wir verstehen uns als Scharnier und wollen zeigen, dass es noch einen Mittelweg zwischen gar nicht mehr miteinander reden und Besetzung gibt“ – und meint damit den Dialog.

Dortmund hinke beim Thema Raumbedarf für die Freie Szene etwas hinterher, so Fesel weiter. In anderen Städten gebe es Runde Tische, an denen Kreative, Politiker und Hauseigentümer an einen Tisch gebracht werden. Es müsse einfach in die Köpfe der Beteiligten, dass Stadtplanung heute nicht mehr ausschließlich Angelegenheit des Staates sei. Viele wichtige Kulturzentren seien aufgrund ähnlicher Initiativen entstanden. Auch Kulturdezernent Jörg Stüdemann schaute kurz bei den Demonstrierenden vorbei. Es sei richtig, dass es in Dortmund viel Leerstand gebe und dass es wünschenswert sei, diesen einer anderen Nutzung zuzuführen. Die Stadt versuche ja beispielsweise, an der Rheinischen Straße selbst etwas Entsprechendes zu realisieren. So gesehen seien Stadt und Kreative gar nicht weit voneinander entfernt. In jedem Fall jedoch sei er zu Gesprächen mit der Szene bereit.

Die Fraktionssprecherin der Grünen-Ratsfraktion, Ingrid Reuter, äußerte Verständnis für die Initiative. Denkbar sei, das Thema einmal im Kulturausschuss auf die Tagesordnung zu bringen. Auch andere Vertreter des kulturellen Dortmunds, wie Kulturbüro-Chefin Claudia Kokoschka, informierten sich auf dem Friedensplatz über das Anliegen der Demonstrierenden.

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