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Scheinehen-Vermittler vor Gericht

DORTMUND Fast zwei Jahre nach der Besiegelung einer deutsch-marokkanischen Scheinehe kommt auf einen 35-jährigen Dortmunder großer Ärger zu. Dem Mann wird vorgeworfen, die „Eheleute“ miteinander verkuppelt zu haben.

von Von Martin von Braunschweig

, 01.08.2008

Und am Freitag machte der Mann höchstwahrscheinlich auch noch eine Falschaussage vor dem Landgericht. Auf der Anklagebank saß sein bester Freund, ein Pizzabäcker (27) aus Lünen. Auf Vermittlung des Dortmunders hatte der 27-Jährige im Oktober 2006 in Marokko eine neun Jahre ältere Frau geheiratet. Die deutschen Behörden hatten den Frau jedoch anschließend ein Einreisevisum verweigert. Sie wollten nicht an eine Liebesheirat glauben. In einer zeitgleichen Befragung des Paares hatten sich eklatante Abweichungen ergeben. Weder das Kennenlernen noch die Hochzeitsfeierlichkeiten noch die gemeinsamen Zukunftspläne wurden von den Eheleuten übereinstimmend geschildert. Der Lüner konnte noch nicht einmal den Nachnamen seiner Frau buchstabieren. „Dass das eine Scheinehe war, ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagte die Vorsitzende Richterin Ulrike von Dellingshausen in der Urteilsbegründung. Sie verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 1250 Euro. Dem Dortmunder Freund des Ehemannes kündigte sie ein Verfahren wegen Falschaussage an. 

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