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Schillernder Investor übernimmt das Pullman-Hotel

Baumhögger kehrt zurück

Ein schillernder Hotelinvestor übernimmt das Pullman-Hotel an der B1. Reinhard Baumhögger ist in Dortmund kein Unbekannter. Er hat es vor 20 Jahren selbst errichten lassen und betrieben. Seitdem ist viel passiert: Er wurde wegen Bankrotts, Untreue und versuchter Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

DORTMUND

, 07.08.2015
Schillernder Investor übernimmt das Pullman-Hotel

Das Pullman-Hotel in Dortmund wechselt den Betreiber. Hotelinvestor Reinhard Baumhögger holt es sich zurück.

Stabübergabe beim Pullman ist am 1. September. Die Arcadia-Hotelgruppe von Reinhard Baumhögger übernimmt es von der französischen Accor-Gruppe, die die Immobilie nur gepachtet hatte. Die rund 90 Mitarbeiter sollen übernommen werden. Die waren aber laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nach einer dreistündigen Belegschaftsversammlung nicht alle beruhigt angesichts des neuen Inhabers.

Baumhögger, der das Haus 1995 unter der Marke Ramadan Renaissance eröffnet hat, ist Herrscher über ein mächtiges Hotelimperium. Laut seiner Internetseite ist der Gründer und Eigentümer der Arcadia-Hotelgruppe (Sitz im norddeutschen Schenefeld) verantwortlich für mehr als 30 Hotels und 1000 Mitarbeiter. Seine Arcadia-Gruppe ist nicht tarifgebunden.

Sich als Visionär gefeiert

Baumhögger feiert sich selbst auf seiner Internetseite als Visionär und Förderer für Kultur, Sport und von sozialen Projekten. Das Schleswig-Holstein-Musik-Festival des Dirigenten Justus Frantz unterstützte er ebenso wie das Internationale Reitturnier in Dortmund oder die Welthungerhilfe.

Allerdings kam er wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. Unter anderem wurde er nach einem langen Gerichtsverfahren im Oktober 2011 vom Landgericht Dortmund zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis' tag=' verurteilt wegen Bankrotts, Untreue und versuchter Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Der Projektentwickler hatte im Jahr 2002 schlecht laufende Firmen liquidiert, indem er sie an professionelle „Firmenbestatter“ im Ausland verkaufte und so gezielt in die Pleite führte. Die Gläubiger, darunter zahlreiche Handwerksbetriebe, gingen damals leer aus.

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