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Schlechtes Wetter setzte Micro!Festival zu

Friedensplatz

Einen Samstag der harten Prüfungen erlebte die Organisatorin des Micro!Festivals, Claudia Kokoschka. Das bezog sich aufs Wetter und auf andere Widernisse.

DORTMUND

von Von Andreas Schröter

, 29.08.2010
Schlechtes Wetter setzte Micro!Festival zu

Impressionen vom Microfestival auf dem Dortmunder Friedensplatz.

Kälte und Regen sorgten dafür, dass weitaus weniger Besucher auf den Friedensplatz kamen als in den Vorjahren. Kokoschka schätzt, dass es am Freitag 3000 bis 4000 waren, am Samstag vielleicht 6000. Die Zahlen für Sonntag lagen gestern noch nicht vor. Zum Vergleich: 2009 waren es 35.000 Besucher gesamt. Was aber für Zusatzstress sorgte, waren die fehlenden Instrumente der ungarischen Gruppe Mitsoura. Erst fünf Minuten vor ihrem geplanten Auftritt trafen sie ein. Auf gleich mehreren Flughäfen waren sie offenbar in falsche Richtungen verschickt worden. Eine A40-Sperrung bei Bochum sorgte für weitere Verzögerungen.

Als sie schließlich kamen, waren Musiker und Organisatoren trotz der Kälte in Schweiß gebadet. Eines der Instrumente – eine indische Tabla – traf sogar erst fünf Minuten vor Auftrittsende ein. Kokoschka: „Wir haben den Musikern das Instrument auf die Bühne gestellt, damit sie beruhigt sind. Sie brauchen es für weitere Auftritte in den nächsten Tagen.“

Zeitweise blauer Himmel Immerhin: Die geplanten Programmpunkte konnten alle stattfinden. Die jonglierenden Barkeeper „Shake That“ hatten am Samstagnachmittag sogar zeitweise blauen Himmel – nachdem ihr Zubehör vorher klitschnass geworden war und die Künstler es erst wieder trocknen mussten.   Das sorgte für eine zeitliche Verzögerung im Ablauf, so dass das Bühnenprogramm erst um 24 Uhr zu Ende war. Die Gruppe „Teatr Osmega Dnia“ aus Polen setzte mit ihrer aufwändigen Straßentheatershow den eindrucksvollen Schlusspunkt. Mit feurigen Wagen und einem fahrenden Gebilde, das einem Schiff nachempfunden war, stellten die Darsteller bildgewaltig das Schicksal von Flüchtlingen in aller Welt dar.

Weniger Essensstände Neben dem Showprogramm gab‘s auch wieder Kulinarisches aus aller Welt: kanarische Kartoffeln und afrikanisches Yassa. Einige Anbieter – zum Beispiel von Eis – hatten kurz vorher abgesagt.

Dennoch war Claudia Kokoschka nicht unzufrieden: „Ich dachte vorher, dass noch weit weniger Besucher kommen würden. Offenbar sind die Dortmunder hart im Nehmen.“ Am Freitag haben einige sogar bei Regen Salsa getanzt. 

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