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Schnettkerbrücke ist nun wirklich frei

Offizielle Eröffnung

Daran haben viele Pendler nicht mehr geglaubt: Die Schnettkerbrücke ist nach fast sieben Jahren Bauzeit am Donnerstag offiziell eröffnet worden. Die Brücke wurde fast doppelt so teuer wie erwartet.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 31.05.2012
Schnettkerbrücke ist nun wirklich frei

Der Neubau der Schnettkerbrücke ist abgeschlossen.

„Es war eine Operation am offenen Herzen“, stellte Straßen.NRW-Chef Winfried Pudenz bei der Eröffnung fest. Allerdings war weniger der Umstand, dass bei laufendem Verkehr auf der B1 gebaut wurde, Schuld daran, dass der Bau der Schnettkerbrücke mit fast sieben Jahren länger als geplant gedauert hat. Neben zwei strengen Wintern bereiteten vor allem die Gründung des Bauwerks im Emschertal unerwartete Probleme.

 Teurer wurde es auch: Statt 25 Millionen kostete der Neubau der Schnettkerbrücke am Ende 42 Millionen Euro. Zusammen mit dem Ausbau der B1 zur A40 auf fünf Kilometern Länge bis zum Kreuz Dortmund-West wurden in den vergangenen Jahren 99 Millionen Euro verbaut.Beim Festakt an der neuen B1-Ausfahrt Barop war davon gestern nur am Rande die Rede. Stattdessen gab es viel Lob für das gelungene Bauwerk mit seinem 17 Meter hohen Brückenbogen. „Das ist ein herausragendes Bauwerk“, lobte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann.

 Viele Festgäste richteten aber auch den Blick nach vorn. Der Ausbau der B1 soll „Zug um Zug weitergehen“, wünschte sich der Ministerialdirigent Ekhart Maatz vom NRW-Verkehrsministerium. Im Blick hatte er dabei auch den B1-Tunnel im Bereich Gartenstadt, für den die Planungen nach dem gerichtlichen Stopp der Baupläne wieder neu aufgenommen wurden.  Die nächsten Baustellen liegen aber in jeder Hinsicht näher. Auf der A 40 werden ab September die Fahrbahnen zwischen Lütgendortmund und Kley erneuert. Und gleich hinter der Schnettkerbrücke beginnt an der neuen B1-Abfahrt Barop in wenigen Wochen der Weiterbau der NS IX als Nord-Süd-Verbindung zwischen Uni-Campus und Dorstfeld.

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