Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schuhabdrücke und Nasenspur führten zum Angeklagten

Einbruch mit Messerangriff

Zwei Schuhabdrücke im Blumenbeet, einer im Moos auf einer Mauer und dazu auch noch ein Nasenstupser an der Scheibe: Im Prozess um einen Einbruch mit beinahe tödlichen Folgen ist am Montag herausgekommen, dass die Polizei echte Detektivarbeit geleistet hat.

DORTMUND

17.11.2014
Schuhabdrücke und Nasenspur führten zum Angeklagten

Das Landgericht Dortmund

Der Einbruch geschah vor rund einem Jahr. Opfer war ein Ehepaar von der Lützowstraße. Inzwischen steht fest, dass der Täter über den Balkon geklettert, eine auf Kipp gestellte Balkontür aufgebrochen und anschließend durch die Wohnung geschlichen ist. Auf seiner späteren Flucht hatte er den Wohnungsbesitzer mit einem Messer schwer verletzt. Obwohl es in der Nacht in Strömen geregnet hat, haben die Beamten der Spurensicherung offenbar ganze Arbeit geleistet. Sie durchforsteten den Garten, kletterten auf eine Mauer, versuchten DNA-Spuren auf nassen Fenstern und Brüstungen zu nehmen.

Wie seit Montag (17. November) bekannt ist, war der Einsatz nicht vergeblich. Viele Spuren waren zwar nicht zu gebrauchen - manche aber wohl schon. Das weiß inzwischen auch der Angeklagte. Er hat nicht nur den Einbruch an der Lützowstraße, sondern auch noch einen weiteren in der Gneisenaustraße gestanden. Die Staatsanwaltschaft hat die Taten als "Mordversuch" angeklagt. Die Richter haben aber schon signalisiert, dass über die rechtliche Bewertung hinter verschlossenen Türen noch einmal nachgedacht werden müsse. Der Prozess wird fortgesetzt. 

Lesen Sie jetzt