Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sex statt Bildung?

DORTMUND Der pikante Fall aus dem Betriebsrat der Städtischen Seniorenheime liegt nun beim Kommissariat 32. Das beschäftigt sich mit möglichen Delikten von Amtsträgern.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 10.12.2007

Schließlich lautet der Vorwurf aus Mitarbeiter-Reihen der Seniorenheime, der Betriebsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin hätten nicht etwa ihre Zeit bei der angemeldeten und vom Arbeitgeber bezahlten Weiterbildungsmaßnahme in Rostock verbracht, sondern in einer Ferienwohnung im Oldenburgischen, die für diverse Sex-Spielchen ausgestattet sei.

Der Fall beschäftigt auch das Rechtsamt der Stadt, bestätigte ein Aufsichtsrats-Mitglied der Städtischen Seniorenheime. Die Stadt ist Gesellschafter der erfolgreich wirtschaftenden Seniorenheime mit ihren neun Einrichtungen. Die Geschäftsführung der Städtischen Seniorenheime war vor gut zehn Tagen von einem Mitarbeiter, der ebenfalls Betriebsratsmitglied sein soll, informiert worden und hatte – nach offenbar hinreichendem Verdacht – am 3. Dezember Strafanzeige wegen des Vorwurfs des Betrugs auf der Polizeiwache an der Münsterstraße gestellt. „Vom Kommissariat 32 wird nun alles sorgfältig geprüft, was da vorgebracht wurde“, bestätigt Polizeisprecher Wolfgang Wieland den Anzeigen-Eingang.

Zusätzlich beantragte die Geschäftsführung der Städtischen Seniorenheime ein so genanntes Zustimmungsersetzungsverfahren beim Arbeitsgericht, denn der Betriebsrat hatte dem sofort gegen beide Beschuldigten eingeleiteten fristlosen Kündigungsverfahren nicht zugestimmt. Das Arbeitsgericht muss prüfen, ob die vorgebrachten Gründe für eine Entlassung der beiden ausreichen.

Der Mitarbeiter, der die Sex-Affäre der beiden Betriebsräte ans Licht brachte, will genügend Beweismaterial gesammelt haben, darunter auch Fotos, während der beschuldigte Betriebsratsvorsitzende beteuert, besagte Wohnung erst nach der Weiterbildungsmaßnahme in Rostock mit seiner Kollegin aufgesucht zu haben, also während seiner Freizeit, nicht während der mehrtägigen Fortbildung.

Lesen Sie jetzt