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Sieben verwahrloste Hunde aus Gartenlaube ins Tierheim überführt

Nackthunde gerettet

Eine Hundehalterin lässt ihre Hunde seit Wochen unter fatalen Bedingungen in einer Gartenlaube leben. Ein Teil des Rudels wurde nun gerettet. Vier Hunde bleiben weiterhin bei ihr.

von Max Nölke

Dortmund

, 10.09.2018
Sieben verwahrloste Hunde aus Gartenlaube ins Tierheim überführt

In Transportboxen wurden die Hunde abgeholt. © Arche 90

Die in einer Kleingartenanlage unter äußerst kritischen Bedingungen gehaltenen Nackthunde haben in den vergangenen Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nach langem Hin und Her zwischen Tierheim, eingehenden Anzeigen gegen die Halterin wie das Veterinäramt und dem Kampf der Tierschutzorganisation Arche 90, hat sich nun etwas getan: Sieben Hunde sind Montagvormittag gegen 11.30 Uhr ins Tierheim gebracht worden.

Eine Halterin ließ 13 Nackthunde mehrere Wochen lang auf 6 Quadratmetern in einer kleinen Hütte in der Kleingartenanlage „Zur Lenteninsel“ zusammenleben. Die teilweise stark verletzten Tiere lebten dort in „Dunkelhaft“ berichtete Gabi Bayer von Arche 90. Trotz „katastrophaler Bedingungen“ durfte die Besitzerin ihr Rudel unter Auflagen behalten. Das Veterinäramt versicherte regelmäßige Kontrollen. In dieser Zeit sind zwei Hunde gestorben.

Hunde griffen eine Frau an

Dann kam es am 2. September zum Angriff mehrerer der teils aggressiven Hunde auf eine Frau. Die Halterin bekam eine Strafanzeige. Dennis Thiel von der Arche ist sich sicher: „Der Grund für die Befreiung ist nicht das Wohl der Tiere, sondern nur durch den Druck der Anzeige begründet.“

Mitarbeiter des Veterinäramtes, vom Sozialpsychiatrischen Dienst, vom Ordnungsamt und des Tierheims befreiten nun also einen Teil der Hunde und führten sie in Transportboxen ins Tierheim über.

Vier Hunde bleiben zurück

Die Situation der verbleibenden vier Nackthunde werde durch das Ordnungsamt weiter regelmäßig beobachtet, lässt Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt, wissen.

„Natürlich ist das ein Teilerfolg, aber die Gründe, warum weiterhin vier Hunde dort bleiben dürfen, kann ich nicht eruieren“, so Thiel. Die Tierschutzorganisation sieht daher noch keinen Anlass sich aus der Sache herauszuhalten, bis alle Nackthunde in Sicherheit sind.

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