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So begann der Bahnstreik in Dortmund

Tarifstreit geht weiter

Die Güterzüge fahren seit Mittwochnachmittag nicht mehr, am Donnerstag folgen auch die Züge des Personenverkehrs. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat zum Mega-Streik aufgerufen. Am Dortmunder Hauptbahnhof gab es bereits am Mittwoch erste Anzeichen.

DORTMUND

, 05.11.2014
So begann der Bahnstreik in Dortmund

Bereits am Mittwochnachmittag waren an den Anzeigetafeln im Dortmunder Hauptbahnhof Hinweise über den Streik der GDL zu sehen.

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für den Personenverkehr beginnt erst in der Nacht zu Donnerstag, aber bereits am Mittwochmittag waren erste Auswirkungen vom Streik im Güterverkehr am Dortmunder Hauptbahnhof bemerkbar. Vor den Infoschaltern der Deutschen Bahn bildeten sich längere Schlangen. „Wir haben heute deutlich mehr Betrieb, als es sonst der Fall ist“, sagte eine Bahn-Mitarbeiterin, die in der Bahnhofshalle Hilfesuchenden zur Seite stand.  

Viele Bahn-Reisende erkundigten sich nach dem Ersatzfahrplan, die Lage blieb aber entspannt. Einige wussten nicht, wie sie in den kommenden Tagen zum Arbeitsplatz, in den Urlaub oder zur Schule kommen sollen. „Wir müssen wegen des Streiks mit einem Leihwagen zurück nach Hamburg fahren“, sagte Erdmute Eckhard-Roos, die mit ihrem Mann in Dortmund ein Konzert in der Reinoldikirche besuchen wollte.   Schülerin Rica Köhli stand auch am DB-Info-Schalter an, um sich zu erkundigen. Aus Schwerte kommend, besucht sie eine Pflegeschule in Dortmund. "Die DB-Service-Mitarbeiter können nichts für den Streik, aber es ist schon nervig, wenn man innerhalb von einem Monat mehrfach Opfer eines Streiks wird", sagte die 19-Jährige.  

Auf dem Bahnhofsvorplatz machten es sich unterdessen drei Dortmunderinnen mit Koffer und Sekt bequem. Für sieh ging es am Mittwochnachmittag nach Köln. "Wir wollen dort das Konzert von Udo Jürgens sehen", berichtete Claudia Schäfer, die mit ihren Freundinnen bereits ein Hotel in Köln sowie die Rückfahrt mit dem IC gebucht hatte. Glück für sie: Sollte der Ersatzfahrplan funktionieren, werden sie mit diesem IC planmäßig am Donnerstag zurück nach Dortmund reisen können.

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