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So haben Sie das alte Dortmund noch nie gesehen

Virtuelle Zeitreise

Sechs Stadttore, stolze Kirchen, Fachwerkhäuser und eine Stadtmauer - so sah Dortmund 1610 aus. Der Hobby-Historiker Markus Meeder baut am Computer die längst untergegangene Hansestadt nach. Jetzt gewährt er erste Einblicke in sein beeindruckendes 3D-Modell.

DORTMUND

, 22.02.2015

Ein Maus-Klick und die Zeitreise geht los. Der Weg führt durch eine virtuelle Fachwerk-Kleinstadt. Die Stadt, die Hobby-Historiker Markus Meeder auf seinen Bildschirm zaubert, ist das Dortmund des Jahres 1610. Und auch damals spielte sich das Leben vor allem rund um Westenhellweg, Ostenhellweg und den Alten Markt ab.

Noch sind es wenige Gebäude und Straßenecken, die der 40-Jährige zum Leben erweckt hat. Bald soll es ganz Alt-Dortmund innerhalb der Stadtmauern sein. Markus Meeder arbeitet eifrig an einem dreidimensionalen Modell, das zu einem virtuellen Rundgang durch die Stadt einlädt – so wie sie vor 400 Jahren ausgesehen haben könnte.

Erste Ansichten sind fertig

Erste Ansichten gibt es schon von der Reinoldi- und Marienkirche, vom Katharinenkloster, vom Alten Markt mit Rathaus und vom Ostentor. „Pro Gebäude brauche ich etwa eineinhalb Stunden“, verrät Markus Meeder, der mit Grafik-Programmen arbeitet, die kostenlos im Internet herunterzuladen sind.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das alte Dortmund in 3D

Der Hobby-Historiker Markus Meeder baut am Computer das verschwundene Dortmund wieder auf. Er erschafft 3D-Modelle von Straßenzügen aus dem Mittelalter und aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
19.02.2015
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Ein Blick über den Reinoldifriedhof.© Animation: Markus Meeder
Der Blick über den Reinoldifriedhof in Richtung Norden.© Animation: Markus Meeder
So sah es um 1610 im Umfeld von St. Reinoldi aus.© Animation: Markus Meeder
Auf Basis eines historischen Stadtplans baute Markus Meeder die Häuser am Computer nach. © Animation: Markus Meeder
© Animation: Markus Meeder
Aus der Vogelperspektive sieht man, dass Dortmund stark landwirtschaftlich geprägt war.© Animation: Markus Meeder
Das Umfeld des Reinoldifriedhofs.© Animation: Markus Meeder
Der Übergang vom Graue Brüder Weg zum Reinoldifriedhof. © Animation: Markus Meeder
Das Umfeld des Reinoldifriedhofs.© Animation: Markus Meeder
Alt-Dortmund war eine beschauliche Fachwerkstadt.© Animation: Markus Meeder
Ein Ort mit Wiedererkennungswert: Der Alte Markt mit der St. Marien-Kirche im Hintergrund. Rechts im Bild das Alte Rathaus. © Animation: Markus Meeder
Nach und nach will Markus Meeder auch Leben in das virtuelle Stadtmodell bringen - etwa mit Tieren wie Schweinen und Störchen. © Animation: Markus Meeder
Vollendet hat Markus Meeder am Computer bereits die Stadtbefestigung, Hier eine Ansicht des Pockenturms.© Animation: Markus Meeder
Das Alte Rathaus am Markt. © Animation: Markus Meeder
Die Ansicht zeigt, wie massiv die Stadtbefestigung mit zwei Mauern und Wassergraben war. © Animation: Markus Meeder
Die Reinoldikirche war nicht nur von einem Friedhof, sondern auch von Häuserzeilen umgeben. Diese nannte man der Lage entsprechend Friedhofsinsel. © Animation: Markus Meeder
Die Ansicht zeigt, wie massiv die Stadtbefestigung mit zwei Mauern und Wassergraben war. © Animation: Markus Meeder
Die Reinoldikirche war auch damals der Mittelpunkt der Stadt. Sie war damals noch dicht umbaut, unter anderem mit dem Richthaus.© Animation: Markus Meeder
Über die Stadtmauer hinweg prägten die Kirchtürme das Bild der Stadt - und natürlich die Stadttore, wie hier das Ostentor.© Animation: Markus Meeder
Fachwerk-Häuser prägten das Bild in Alt-Dortmund - hier mit dem Durchblick zur Marienkirche. Sie hatte ursprünglich zwei Türme. Der Nordturm stürzte Anfang des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit ein.© Animation: Markus Meeder
© Animation: Markus Meeder
Der Blick auf St. Reinoldi und St. Marien von der (1.) Kampstraße. Die Kirchen waren damals noch von Friedhöfen umgeben.© Animation: Markus Meeder
Der überwiegende Teil der Gebäude in Alt-Dortmund waren Fachwerkhäuser.© Animation: Markus Meeder
Ein Blick auf das Gelände des Katharinenklosters. Es liegt ungefähr da, wo heute das Dortberg-Haus steht. Die Katharinenstraße erinnert an das alte Kloster.© Animation: Markus Meeder
Die Kirchen waren von Friedhöfen umgeben.© Animation: Markus Meeder
Ein Blick aus anderer Perspektive von der Brückstraße auf Reinoldi- und Marienkirche.© Animation: Markus Meeder
Ein Detail-Blick auf das Katharinenkloster mit Klosterkirche.© Animation: Markus Meeder
Ein Blick aus der Nähe auf das Ostentor. Es war einer von sechs Zugängen in die Stadt.© Animation: Markus Meeder
Der Blick von oben auf das Ostentor zeigt das Ausmaß der Stadtbefestigung, zu dem neben zwei Mauern auch ein Wassergraben gehörte. © Animation: Markus Meeder
Ein alter Stadtplan war Grundlage für Markus Meeder für die Konstruktion der historischen Gebäude, wie hier rund um Reinoldi- und Marienkirche.© Animation: Markus Meeder
Auch die jüngere Geschichte lässt Markus Meeder virtuell wieder aufleben - wie hier den prachtvollen Hauptbahnhof von 1910.© Animation: Markus Meeder
Der alte Hauptbahnhof mit der Femlinde-Bastion am Königswall.© Animation: Markus Meeder
Das 1904/04 gebaute Stadttheater von Martin Dülfer will Markus Meeder von außen wie von innen rekonstruieren.© Animation: Markus Meeder
Ein Blick auf das alte Stadttheater von der Seite. Es wurde, wie viele Gebäude in der Innenstadt, im Zweiten Weltkrieg zerstört. © Animation: Markus Meeder
Gleich gegenüber vom alten Stadttheater am Hiltropwall lag die Oberpostdirektion. © Animation: Markus Meeder
Schlagworte Dortmund

Auch die jüngere Vergangenheit hat der Computer-Freak so schon animiert, den alten Hauptbahnhof von 1910 und das alte Stadttheater von 1904 rekonstruiert. Auch die Innenräume der im Zweiten Weltkrieg verloren gegangenen Prachtbauten will Meeder virtuell begehbar machen, dank alter Fotografien und der Original-Baupläne.

Ausführlich berichten wir in der Digitalen Sonntagszeitung über das virtuelle Dortmund 1610. Hier können Sie einen Gratis-Test der Zeitung bestellen.

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