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So rückte Envio ins Visier der Staatsanwaltschaft

Hintergrund

Der PCB-Skandal ist deutschlandweit in aller Munde. Wie der Stein überhaupt ins Rollen kam und die Ermittler auf die Dortmunder Firma aufmerksam geworden sind.

03.08.2010
So rückte Envio ins Visier der Staatsanwaltschaft

Im Fokus der Staatsanwaltschaft: Die Firma Envio im Dortmunder Hafen.

Ein anonymer Hinweis hat den Stein ins Rollen gebracht. Es folgten auf Veranlassung der Bezirksregierung Bodenproben auf dem Gelände der Dortmunder Entsorgungsfirma und freiwillige Blutuntersuchungen der Mitarbeiter. Das Ergebnis: 95 Prozent der Mitarbeiter sind mit PCB kontaminiert, ihr Blut weist erschreckend hohe Werte der Chemikalie auf. Allein durch einen Arbeitsunfall sind diese Werte nicht zu erklären.

Die Gesundheitsexperten und Behörden sind sich einig: Hier muss kriminell gehandelt, sprich Genehmigungsauflagen müssen bewusst ignoriert worden sein. "PCB zu entsorgen kostet richtig Geld, es bedarf bestimmter Technologien. Hier ist scheinbar kriminell gespart worden“, glaubt Steffi Richter vom Bundesumweltamt. Die hohen Werte seien ein Indiz dafür, dass Envio über einen langen Zeitraum die Auflagen ignoriert habe, meint Jörg Linden, Sprecher der Arnsberger Bezirksregierung. Die Daten belegten, dass die Transformatoren statt in geschlossenen Räumen sogar unter freiem Himmel bearbeitet wurden.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat alle 48 Kunden Envios informiert. Bei drei Schrotthändlern im Dortmunder Hafenbereich ist ebenfalls eine erhöhte PCB-Konzentration gemessen worden. Mindestens einer davon wurde von Envio beliefert. 

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